Das neue Kreuzfahrtschiff Symphony of the Seas im Schiffsportrait Teil 2

Symphony of the Seas Panoramablick über Central Park und Poolbereich. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Symphony of the Seas Panoramablick über Central Park und Poolbereich. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Im zweiten Teil des Schiffsportraits der Symphony of the Seas stelle ich die Decks 8-18 vor.

Etwas größer, noch eleganter und ein Stück innovativer, so präsentiert sich die Symphony of the Seas als das neue, größte Kreuzfahrtschiff der Welt auch im zweiten Teil meines Schiffsportraits.

Deck 8 Symphony of the Seas

Bewährtes bleibt unverändert – der Central Park

Abgesehen von der Music & Dancing Lounge Dazzles geht es auf Deck 8 eher ruhig und beschaulich zu. Hier liegt der große Central Park der Symphony of the Seas mit einer Vielzahl an Shopping- und Speisemöglichkeiten, die natürlich aufpreispflichtig sind. In erster Linie sind im großen Central Park, dem vierten Park auf hoher See (nach der Oasis of the Seas, Allure of the Seas und Harmony oft he  Seas), mit 12.000 echten Bäumen und Pflanzen eine Vielzahl an Spezialitäten-Restaurants zu finden. Die Veränderungen im Bereich des Central Park gegenüber der Harmony of the Seas sind kaum nennenswert. Optisch wurde hier und da die Dekoration variiert, was ja innerhalb einer Schiffsserie ohnehin Standard ist, ansonsten hat man diese Ruheoase so perfekt gelassen wie sie schon auf der Oasis of the Seas gewesen ist. Eine Neuerung gibt es aber doch. Und die ist klasse.

Vergrößertes Platzangebot im Park Café

Das Platzangebot im beliebten Park Café wurde erweitert, in dem das Shopping-Angebot um einen der Läden reduziert wurde. Eine sehr gute Entscheidung, wie ich finde. Das nicht aufpreispflichtige Park Café befindet sich unmittelbar gegenüber vom Chops Grille und hält eine umfangreiche Salatbar sowie Sandwiches, Crêpes und Gebäck für den kleinen Hunger zwischendurch bereit. Das Park Café ist bis spät in die Nacht hinein und zu allen Mahlzeiten geöffnet.

Der Central Park bleibt ein beliebter Treffpunkt für besinnliche Momente, einen stilvollen Restaurantbesuch oder das Glas Champagner unter einer Baumallee, untermalt von Vogelgezwitscher. Letzteres kommt natürlich vom Band aber wen interessiert das in dieser perfekten Märchenwelt schon.

Central Park am Abend Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Central Park am Abend Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Das sicherlich exklusivste Restaurant auf der Symphony of the Seas dürfte, neben dem Costal Kitchen, das 150 Central Park Restaurant sein. Die Gäste speisen in einem äußerst eleganten und stilvollen Ambiente, sitzen in gemütlichen Loungestühlen und lauschen dabei klassischer Musik vom Band. Live Musik von einem klassischen Flügel würde die Wohlfühlatmosphäre sicher noch unterstreichen.

150 Central Park Restaurant Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
150 Central Park Restaurant Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Im italienischen Restaurant Jamie´s Italian präsentiert der britische Starkoch Jamie Oliver seine Menükreationen. Hier gibt es übrigens deutlich hochwertigere und schmackhaftere Burger als im Johnny Rockets auf dem Boardwalk.

Jamies Italian Restaurant Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Jamies Italian Restaurant Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Mittig beider Restaurants pendelt übrigens die Rising Tide Bar zwischen diesem und zwei weiteren, darunterliegenden Decks auf uns ab.

Der Chops Grille ist das beliebte Steakhouse in dem neben erstklassigen Steaks vom Grill auf Wunsch auch Meeresfrüchte und sündhaft leckere Desserts serviert werden. Sowohl der Chops Grille als auch das 150 Central Park Gourmet-Restaurant sind ausschließlich zum Dinner geöffnet.

Chops Grille Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Chops Grille Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Etwas schade ist aus meiner Sicht die Tatsache, dass von keinem der Restaurants entlang des Central Parks ein Meerblick möglich ist. Das Gefühl, sich auf einem Kreuzfahrtschiff zu befinden, geht somit etwas verloren. Aber dafür gibt es natürlich einen herrlichen Parkblick. Ob das nun positiv oder negativ ist, muss jeder Gast für sich selbst entscheiden.

Die perfekte Illusion auf See

Einzigartig und völlig surreal ist das Erlebnis bei Dunkelheit und Wind, ja, vielleicht noch bei einem Regenschauer, wenn der Wind durch die Blätter und Baumkronen pfeift, die Gäste mit dem Regenschirm am Restaurantfenster vorbeilaufen und echte Vögel vom Wind angetrieben durch die Lüfte fliegen. Diese Szenerie habe ich in dieser Form zuletzt auf der Allure of the Seas erlebt. Während der aktuellen Kurzreise ist das Wetter nicht viel besser. Im Bereich des Central Park werden vor jedem Restaurant und an den Eingängen zu den Deckbereichen jeweils kostenfreie Regenschirme angeboten. Damit wird sichergestellt, dass jeder Gast auch ohne Zwangsdusche von oben sein Restaurant erreicht bzw. dieses wieder verlassen kann. Schnell kommt schon mal die Frage auf, ob man sich noch auf einem Kreuzfahrtschiff oder vielleicht im echten Central Park in New York befindet. Dort gibt es allerdings keine solch wunderbaren Restaurants in unmittelbarer Nähe. Wie auch immer, Schluss der Träumerei. Ich gehe weiter.

Central Park bei Nacht Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Central Park bei Nacht Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Bleibt zuletzt noch die Weinbar Vintages. Neben edlen Weinen aus vielen weltweiten Anbaugebieten bekommt der Gast ausgewählte Leckereinen und Käsesorten gereicht.

Deck 9 Symphony of the Seas

Dieses Deck ist, bis auf die obere Etage der Music & Dancing Lounge Dazzles, ausschließlich mit Kabinen belegt.

Deck 10 Symphony of the Seas

Dieses Deck ist ausschließlich mit Kabinen belegt

Deck 11 Symphony of the Seas

Auch auf diesem Deck befinden sich in erster Linie die Passagierkabinen. Mit einer Ausnahme.

Wonderland Restaurant: „Folgen Sie dem weißen Kaninchen in eine fantastische Welt voller zauberhafter Genüsse. Traumhafte Arrangements, magische und surreale Kreationen wie Getrüffeltes Ei in der Schale, Flüssiger Hummer oder Arktische Equator Schokolade werden Sie in die Welt der Träume entführen.“ So beschreibt die Reederei das zauberhaft und verspielt eingerichtete Restaurant an Bord der Symphony of the Seas. Bisher war es exklusiv auf den Kreuzfahrtschiffen der Quantum-Klasse zu finden. Der Aufpreis für dieses einzigartige Restaurant liegt aktuell bei 45,- US-Dollar pro Person.

Wonderland Restaurant Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Wonderland Restaurant Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Deck 12 Symphony of the Seas

Hier befindet sich die obere Etage und auch der Eingang vom Wonderland Restaurant. Ansonsten sind auf diesem Deck Passagierkabinen untergebracht.

Deck 14 Symphony of the Seas

Kinderparadies Adventure Ocean

Das auf diesem Deck, neben weiteren Passagierkabinen, befindliche Kartenspielzimmer ist weniger spannend. Wir richten unser Augenmerk auf dem wohl größten Kinderkomplex auf den Ozeanen – die mehr als 2.700 qm große Youth Zone, die sich über zwei Decks erstreckt. Auf Deck 14 ist der Adventure Ocean Kinderbereich zu finden, der sich an den Nachwuchs von 0-11 Jahren richtet.

Betritt man den Komplex vom Treppenhaus auf Deck 14 aus, so befindet man sich unmittelbar in der Kid´s Avenue. Mittig zwischen allen Räumlichkeiten liegt der Spielraum Play für alle Altersgruppen. Der große Spielbereich trennt das Adventure Ocean, er ist beidseitig auf einem Weg zu umrunden, von dem aus die verschiedenen Räume zu erreichen sind.

Adventure Ocean Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Adventure Ocean Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Laufend wechselnde Workshops, Mal- und Bastelkurse finden im gegenüberliegenden Bereich, dem „The Puzzle Break“ Bereich statt. Das Angebot ist nicht nur an die Kinder, sondern auch an die Eltern gerichtet.

Ich laufe im Uhrzeigersinn den Weg entlang. Das knuffige Adventure Ocean Theater mit seinen 55 Sitzplätzen ist ein eigenes Theater für Kinder, welches mit seinen roten Sesseln und dem dicken Vorhang an ein großes Schiffstheater erinnert. Neben Karaoke- und Talent-Shows werden hier auch eigens produzierte Theaterstücke bzw. Musicals aufgeführt.

Kindertheater Adventure Ocean Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Kindertheater Adventure Ocean Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Mit dem Adventure Science Lab wird den Kids & Teens ein waschechtes Labor geboten, in dem entsprechend Labortische, Schaukästen, Waschbecken und unterschiedliches Labormaterial zu entdecken ist. Mit diesem Labor wird das bestehende Angebot bei Royal Caribbean in Hinblick auf kindgerechte, wissenschaftliche Versuche noch ausgeweitet.

Alle Räume sind nach Altersklassen unterteilt und entsprechend ausgestattet. Im Voyagers spielen die Kinder von 9 bis 11 Jahren, im Explorers von 6 bis 8 Jahren und im Aquanauts von 3 bis 5 Jahren.

Im Adventure Ocean Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Im Adventure Ocean Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Wie auf anderen Kreuzfahrtschiffen auch, gibt es bei Royal Caribbean einen eigenen Nursery Bereich, in dem die kleinsten Reisegäste zwischen 6 Monaten und 3 Jahren qualifiziert betreut werden. Die Royal Babies & Tots Nursery ist im Gegensatz zu den anderen Einrichtungen für die Kinder nicht kostenfrei. Die Kinder (6-36 Monate) können dort tagsüber und abends abgegeben werden, pro Stunde werden 8,- US$ berechnet.

Auf Deck 14 befindet sich auch die King of the World Plattform, die auf der Allure oft he Seas nur über den Kabinengang auf Deck 14 erreichbar ist und bereits auf der Harmony oft he Seas in das Solarium integriert wurde. Der einstige Außenbereich ist auch auf der Symphony of the Seas überdacht, offen geblieben sind zwei Bereiche unmittelbar über der jeweiligen Brückennock. Die Aussicht von dort ist sensationell und auf der Backbordseite von der vorstehenden Plattform, welche den Namen King of the World trägt, noch spektakulärer.

Die Plattform verfügt über einen Glasboden und ragt über die eigentliche Aussichtsplattform hinaus.

Aussicht von der King of the World Plattform am Bug Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Aussicht von der King of the World Plattform am Bug Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Deck 15 Symphony of the Seas

Die Teenager an Bord der Allure of the Seas finden auf Deck 15 in der Youth Zone ihr ganz eigenes Vergnügungszentrum. In der Video Arcade stehen kostenpflichtige Spielautomaten bereit, welche regelrecht dazu verführen, sein Geld auszugeben.

Der Living Room ist ein Raum zum Chillen mit Bodenkissen, Sitzsäcken und diversen weiteren Annehmlichkeiten für Jugendliche.

Fuel Teen Disco Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Fuel Teen Disco Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Die mit alkoholfreier Bar ausgestattete, Fuel Teen Disco bietet neben lauter Musikbeschallung nette Rückzugsmöglichkeiten für die Jugendlichen.

Im Außenbereich The Back Deck befinden sich Tischtennisplatten in völlig verglasten Bereichen. Das sichert zwar das abdriften des Balles, sorgt bei mir allerdings für ein leicht „eingesperrtes“ Glashausgefühl. Jugendliche dürfte das weniger kritisch sehen.

Der 9-Loch-Minigolf-Platz beeindruckt durch seine Größe und die spielerische Gestaltung.

Symphony of the Seas Mini Golf. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Symphony of the Seas Mini Golf. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Der Sports Court ist ein, wie auf anderen Kreuzfahrtschiffen auch, eingezäunter Basketball- und Tennisplatz, welcher auch für andere Ballspiele genutzt werden kann.

Neues Restaurant bzw. Bistro El Loco Fresh

An Stelle des Mini Bites Café (wie auf der Harmony oft he Seas) hinter dem Sports Court liegt nun das mexikanische El Loco Fresh Café oder Bistro, in dem leckere Tacos und Buritos frisch zubereitet und im Fast-Food-Prinzip angeboten werden. Im Grunde ersetzt das El Loco Fresh die fehlende Sabor Taqueria auf Deck 06. Das Ambiente im El Loco Fresh ist ansprechend und geschmackvoll, dieses Restaurant eignet sich wunderbar für den kleinen Hunger zwischendurch. Auch zum Frühstück hat das El Loco Fresh geöffnet. An kühlen Tagen ist es hier leider etwas zugig, da die meisten Sitzplätze auf einem ungünstigen Deckbereich liegen. Die Anzahl der Sitzplätze wurde gegenüber dem Mini Bites deutlich erhöht, die Tischtennisplatte auf der Steuerbordseite ist daher auch verschwunden. Wer seine Tacos oder Buritos geschmacklich variieren möchte, dem stehen zwei große Wagen mit diversen Saucen zur Verfügung.

El Loco Fresh Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
El Loco Fresh Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Die groß angelegte Splashaway Bay und richtet sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche. Aber auch den einen oder anderen Erwachsenen haben wir dort gesichtet. Große, bunte Figuren sowie Wasserkanonen und andere Spielelemente laden quasi jede Altersklasse dazu ein, sich hier zu vergnügen. Eine Besonderheit innerhalb der Splashaway Bay ist ein riesiger Eimer, der sich langsam mit Wasser füllt und dieses dann in einer bombastischen Kaskade über einen Großteil der Splashaway Bay ergießt.

Splashaway Bay pool am Abend Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Splashaway Bay pool am Abend Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Neuer Infinity-Pool, viele Umgestaltungen und The Big Wonder

Ein echtes Highlight auf der Symphony of the Seas ist das den Erwachsenen vorbehaltene und in seiner Größe nochmals gewachsene Solarium, hoch oben im Bugbereich auf Deck 14, 15 und 16. Für das leibliche Wohl der Kreuzfahrtgäste sorgen das attraktiv gestaltete Solarium Bistro auf Deck 15 bzw. das neue Hooked Seafood Restaurant (auf der Harmony of the Seas die Solarium Bar) auf Deck 16.

Hooked Seafood Restaurant Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Hooked Seafood Restaurant Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Die Treppenauf- und Abgänge wurden leicht versetzt, ein riesiger, bisher mittig platzierter Whirlpool ist einem noch größeren Infinity-Pool gewichen. Auf der Steuerbordseite führt eine große Treppe hinunter auf Deck 14. Die Solarium Bar hat einen neuen Platz gefunden und wird von der auffälligen Kunstskulptur The Big Wonder überspannt. Je nach Lichteinfall reflektieren die beschichteten Kunststoffelemente in einem herrlichen Kaleidoskop an Farben. Bei Dunkelheit wird The Big Wonder von innen heraus mit LED Lichtern beleuchtet. Ich war der Meinung, dass auf der Harmony of the Seas sozusagen das Ende der gestalterischen Fahnenstange erreicht ist. Aber deshalb bin ich wohl auch kein Architekt, denn es ist wirklich faszinierend, wie gravierend die Veränderungen auf der Symphony of the Seas im Vergleich zu allen Schwesterschiffen noch einmal geworden sind. Für mich absolut das schönste Solarium aller Schiffe!

Solarium, Infinity Pool und The Big Wonder Kunstwerk Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Solarium, Infinity Pool und The Big Wonder Kunstwerk Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Immer wieder ist die offene Dachkonstruktion verändert worden. Auf der Harmony of the Seas kamen erstmals Kunststoffgewebe und Kunststofffolie statt Glaselemente zum Einsatz. Auf der Symphony of the Seas sind es nun wieder Glasscheiben. Für meinen Geschmack die deutlich bessere Wahl, denn die Kunststofffolie hat den blauen Himmel milchig erscheinen lassen und wirkte auf mich optisch minderwertig.

Weiterhin grandios sind die auf der Back- und Steuerbordseite, über die Bordwand hinausragenden, Whirlpools. Obwohl es sie bereits seit Einführung der Freedom-Klasse gibt, sind sie immer noch ein echtes Highlight.

Bordwand der Symphony of the Seas überragender Whirlpool. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Bordwand der Symphony of the Seas überragender Whirlpool. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Geht man nun in Richtung Heck der Symphony of the Seas, dann liegen nicht etwa in der Mitte des Schiffes die Pools und Wasserlandschaften, wie man es von vielen anderen Kreuzfahrtschiffen kennt, sondern ein riesiger Innenhofbereich. Dieser gibt den Blick bis hinunter zum Central Park auf Deck 8 frei. Sehr beeindruckend und ein typisches Merkmal für die Kreuzfahrtschiffe der Oasis Class.

Blick auf Central Park am Abend Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Blick auf Central Park am Abend Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Zwei große Hauptpools befinden sich getrennt voneinander auf der Backbord- bzw. Steuerbordseite. Beide Pools sind groß genug um darin auch zu schwimmen, was lobenswert ist, bei einem Schiff dieser Größe aber auch Standard sein sollte. Auf der Seite des Main Pools (Backbord) befinden sich zusätzlich zwei überdachte Whirlpools.

Dafür, dass kein Kreuzfahrtgast trockene Kehlen bekommt, sorgen zwei Bars, die Pool Bar und die Sand Bar, die mittels einer Brücke verbunden sind.

Neben dem Main Pool und Beach Pool sowie den zwei überdachten Whirlpools auf der Backbordseite am Main Pool steht sportlich ambitionierten Gästen noch der Sports Pool mit einem weiteren, nicht mit einem Dach versehenen Whirlpool zur Verfügung.

Die Freiflächen für Liegestühle und Sonnenliegen sind insgesamt sehr üppig bemessen, so dass auch hier grundsätzlich nicht das Gefühl von Enge aufkommen kann.

Blick auf Pools, Sonnendecks und Central Park Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Blick auf Pools, Sonnendecks und Central Park Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Die von der Harmony of the Seas bekannten Wasserrutschen Typhoon, Cyclone und Supercell, die zusammen den Perfect Storm ergeben, sind auch auf der Symphony of the Seas zu finden.

Deck 16 Symphony of the Seas

Es bietet sich an, am Heck von Deck 15 auf das darüberliegende Deck 16 zu laufen. Sowohl an der Backbord- als auch an der Steuerbordseite ist jeweils einer der beliebten Flowrider Surfsimulatoren zu finden. Mittig angeordnet hat die Wipe Out Bar ihren Platz behalten. Ebenso die Zip Line, welche den Boardwalk überspannt.

Flowrider und Eingang Ultimate Abyss Rutsche Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Flowrider und Eingang Ultimate Abyss Rutsche Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Das spektakulärste Highlight auf der Symphony of the Seas ist die große Doppelrutsche The Ultimate Abyss! Die 47m über dem Meeresspiegel auf Deck 16 startende Doppelrutsche ist die längste Rutsche auf See, feierte auf der Harmony of the Seas Premiere. Sie wurde gebaut, um den Gästen ein ganz besonderes Erlebnis bzw. einen bisher unerreichten Nervenkitzel auf See zu bieten. Das Ende der Rutsche befindet sich 30m tiefer auf dem Bordwalk. Beide Edelstahl-Röhren, auf denen man sogar gegeneinander antreten kann, sind jeweils 66m lang und haben einen Durchmesser von 80 Zentimetern. Man durchrutscht die Röhren auf einer speziell angefertigten Matte mit einer Geschwindigkeit von etwa vier Metern pro Sekunde.  Um den Nervenkitzel noch zu erhöhen, werden in beiden Rutschen Audio-Effekte eingespielt. Der Eingangsbereich der Rutschen ist in Form eines riesigen Fischmauls mit spitzen Zähnen gestaltet.

Eingang Ultimate Abyss Rutsche am Morgen Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Eingang Ultimate Abyss Rutsche am Morgen Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Das auch von anderen Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffen bekannte Windjammer Marketplace Buffet-Restaurant erstreckt sich über die gesamte Schiffsbreite auf Deck 16 und bietet neben einer wunderbaren Aussicht das übliche Buffetangebot. Die Auswahl ist recht üppig, die Speisen werden ansprechend präsentiert. Zwar sind die Qualitätsunterschiede zu den Spezialitäten-Restaurants deutlich erkennbar aber das ist natürlich durchaus gewollt.

Windjammer Marketplace Restaurant Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Windjammer Marketplace Restaurant Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Aufgrund der deutlichen Trennung der vier Poolbereiche entsteht selbst an sonnigen und warmen Seetagen nicht das Gefühl von übermäßiger Überfüllung und großer Enge. Die einzelnen Poolbereiche sind nämlich kaum größer als auf mittelgroßen Kreuzfahrtschiffen üblich. Nur, dass auf der Symphony of the Seas eben vier solcher Bereiche existieren, die man jedoch nicht in Kombination wahrnimmt. Die oftmals in den Raum gestellte Behauptung, es sei ständig überfüllt am Pooldeck, ist daher widerlegt.

Von Deck 16 aus bietet sich nicht nur ein toller Blick über den gesamten Bereich des Solariums sondern auch diverse Möglichkeiten eine Sonnenliege bzw. einen Liegestuhl mit Seeblick zu ergattern.

Deck 17 Symphony of the Seas

Der Rundgang ist nun beinahe komplett. Zuvor schaue ich mir noch jenen Ort an, an dem sich bisher auf den meisten Royal Caribbean Schiffen die bekannte Viking Crown Lounge befand. Diese traditionelle, hoch über dem Meer gelegene und allen Passagieren zugängliche Lounge, wurde bereits auf der Harmony oft he Seas durch einen Exklusivbereich für die Gäste ab der Kategorie „Grand Suite“ sowie für Pinnacle Club Mitglieder der Crown & Anchor Society ersetzt.

Auf der Backbordseite befindet sich das exklusive Spezialitätenrestaurant Coastal Kitchen. Im Coastal Kitchen genießen Suiten-Gästen und Pinnacle-Club-Mitgliedern die abwechslungsreiche und leichte Küche Kaliforniens.

Coastal Kitchen Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Coastal Kitchen Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Auf der Steuerbordseite, dem Spezialitätenrestaurant Coastal Kitchen gegenüber, genießen die erlesenen Gäste eine phantastische und einzigartige Aussicht von der Suite Lounge aus durch die Panoramascheiben hindurch auf das Pooldeck und den Ozean.

Suite Lounge Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Suite Lounge Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Im Wandel der Zeit

Dieser bisher vielleicht schönste Bereich auf älteren Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffen ist, wie schon auf der Allure of the Seas und der Harmony of the Seas, nicht mehr öffentlich zugänglich und ausschließlich jenen Reisegästen vorbehalten, welche den höchsten Reisepreis bezahlen. Das ist sehr schade. Ich habe auf anderen Schiffen der Royal Caribbean Flotte sehr viele Stunden in der Viking Crown Lounge verbracht und verbinde entsprechend viele Erinnerungen an diese. Eine vergleichbare Alternative gibt es an Bord leider nicht. Offenbar geht die Ära einer Lounge zu Ende, welche über Jahrzehnte das Alleinstellungs- und Erkennungsmerkmal am Schornstein aller Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffe gewesen ist. Die Zeiten ändern sich.

Ebenso versperrt bleibt dem „normalen“ Kreuzfahrtgast der gesamte vordere Bereich von Deck 17. Hier liegt das so genannte Suite Sundeck samt eigener Bar und Lounge Bereich. Man muss nun aber sagen, dass dieser Bereich im Vergleich zu jenen Exklusivbereichen mancher Mitbewerber deutlich kleiner ausfällt und es durchaus noch andere, attraktive Deckflächen auf der Symphony of the Seas gibt.

Symphony of the Seas Panoramablick über Central Park und Poolbereich. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Symphony of the Seas Panoramablick über Central Park und Poolbereich. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Deck 18 Symphony of the Seas

Auf Deck 18 liegt ausschließlich der Eingangsbereich zu den Wasserrutschen The Perfect Storm, welcher über eine Wendeltreppe von Deck 15 aus zugänglich ist.

Eingang zu den Perfect Storm Wasserrutschen der Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Eingang zu den Perfect Storm Wasserrutschen der Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Das Schiff als Ziel

Mein Fazit: Die Symphony of the Seas ist ideal für alle Gäste, die im Urlaub Wert auf ein vielfältiges Freizeitangebot sowie ein überdurchschnittliches Angebot an kulinarischen Auswahlmöglichkeiten legen. Die Symphony of the Seas kann als alleiniges Urlaubsziel betrachtet werden, Anlaufhäfen werden zur Nebensache. Anders ist das gigantische Bordangebot auch kaum nutzbar.

Mehr geht nicht – von Mitbewerbern gerne kopiert

Die Symphony of the Seas bietet in allen Bereichen aktuell das größte Angebot auf See! Definitiv widerlegen lässt sich die oftmals verbreitete Meinung, dass an Bord permanent ein großes Gedränge herrscht und man von Menschenmassen überrannt wird. Die meist mehr als 5.000 Passagiere verlaufen sich auf dem Schiff in der Regel problemlos. Auch die Einschiffung wurde inzwischen so optimiert und beschleunigt, dass der Reisegast in den meisten Fällen keine 15 Minuten mehr vom Betreten des Terminalgebäudes bis in seine Kabine benötigt.

Die Symphony of the Seas ist so groß, das Angebot so vielfältig, dass auch Ruhe suchende Kreuzfahrtgäste auf ihre Kosten kommen. Es stehen diverse unterschiedliche Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung. Mit einem „klassischen“ Kreuzfahrtschiff, bei dem interessante und ausgefallene Häfen angelaufen werden, Lektorenvorträge gehalten und Landausflüge in kleinen Gruppen im Vordergrund stehen, hat die Symphony of the Seas natürlich gar nichts gemeinsam.

Die Symphony of the Seas ist als perfektes Ferienresort zu betrachten. Der Reisende taucht ein in eine faszinierende Welt voller Illusionen, Abenteuer und Attraktionen.

Die Angebote auf den Kreuzfahrtschiffen von Royal Caribbean sind so beliebt und innovativ, dass sie von so manchem Mitbewerber in Europa inzwischen auf deren Neubauten kopiert werden.

Panoramablick über Wasserrutschen und Pools der Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Panoramablick über Wasserrutschen und Pools der Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Schneller geht nicht

VOOM – das schnellste Internet auf See! Dank entsprechender Satellitentechnik ist das Internet nun mindestens so schnell wie die bekannten Breitband-Verbindungen an Land. Diese Technik ist zwar nicht neu auf der Symphony of the Seas, sondern wurde auf der Quantum-Class bereits eingeführt, begeistert aber immer noch wie am ersten Tag durch eine atemberaubend schnelle Datenübertragung. Die Zeiten, in denen man stundenlang seine Mails abrufen oder Urlaubserlebnisse in elend langsamer Zeitverzögerung den Lieben daheim mitteilen konnte, sind vorbei.  Hier geht wirklich die Post ab, das ist kein leeres Werbeversprechen! Die Tarife für das schnelle Internet richten sich nach dem gebuchten Paket und beinhalten unterschiedliche Datenvolumen. Die Preise für die so genannten „Voom-Flatrates“ beginnen bei 15,99 Dollar für ein Gerät pro Tag und reichen bis zu 19,99 Dollar pro Gerät und Tag. Meldet man mehr Geräte an oder bucht bereits vor der Kreuzfahrt, so gibt es gestaffelte Rabatte. Außerdem gibt es Unterschiedlich schnelle Zugänge, einen ausschließlich zum „Surfen“ und einen anderen um auch große Datenmengen (z.B. bei YouTube) uploaden zu können.

Mein persönliches Fazit zu VOOM: Es ist (den schnellsten Zugang vorausgesetzt) atemberaubend schnell. Bisher hat mich kein WiFi auf See derart begeistert.

Ein noch umweltfreundlicheres Schiff!

Auch in Sachen Umweltschutz hat sich wieder etwas getan, denn die Symphony of the Seas ist nicht nur mit Scrubbern ausgerüstet, welche den Schwefelgehalt der Abgase drastisch senken, sondern darüber hinaus auch rund 25% effizienter als das erste Schiff dieser Serie, die Oasis oft he Seas, so verkündet es die Reederei.

  • komplette Bildergalerie zur Symphony of the Seas >>Link<<

Weitere Informationen zur „Symphony of the Seas“ und allen Kreuzfahrten erhalten Sie beim Team von Kreuzfahrten-mehr.de unter 04893-4288535 oder per Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de

Oliver Asmussen

Oliver Asmussen

Oliver Asmussen, 1976 in Hamburg geboren und dort aufgewachsen, entdeckte seine Vorliebe zur maritimen Kreuzfahrt und Fotowelt bereits in der Jugend. Seit mehreren Jahren sind seine Bilder beliebte Motive in verschiedenen Medien. Darüber hinaus betreibt er die größte Kreuzfahrt-Bilderseite www.oceanliner-pictures.com und verbringt viele Tage im Jahr auf unterschiedlichen Kreuzfahrtschiffen.
Oliver Asmussen