Schiffsportrait: Symphony of the Seas

Symphony of the Seas in Barcelona. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Symphony of the Seas in Barcelona. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Im ersten Teil des Schiffsportraits vom Kreuzfahrtshiff Symphony of the Seas stelle ich die Decks 3-7 vor.

Etwas größer, noch eleganter und ein Stück innovativer, so präsentiert sich die Symphony of the Seas als das neue, größte Kreuzfahrtschiff der Welt

Erstmals gibt es von mir ein Schiffsportrait in zwei Teilen! Die Länge der Schiffsportraits der Oasis Schiffsklasse hat mit 18 Seiten den Rahmen gesprengt, so dass die Entscheidung gefallen ist, das Schiffsportrait der Symphony of  the Seas zu teilen.

Krone weitergereicht

Die Symphony of the Seas von Royal Caribbean International hat die Harmony of the Seas als größtes Kreuzfahrtschiff der Welt abgelöst, damit wird die Krone im eigenen Unternehmen weitergereicht. Der Größenzuwachs hält sich mit 1.118 BRZ aber in Grenzen. Die Länge und Breite haben sich im Vergleich mit der Harmony oft he Seas nicht verändert. Ich war während einer Einführungsfahrt und der Jungfernreise im Mittelmeer an Bord. Alle Eindrücke sind im nachfolgenden Schiffsportrait zusammengestellt

Symphony of the Seas in La Spezia. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Symphony of the Seas in La Spezia. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Zunächst einige Daten und Fakten zur neuen Symphony the Seas von Royal Caribbean International:

Technische Daten Symphony of the Seas:

  • Baujahr: 2018
  • Passagiere: 5.518 bei Doppelbelegung, 6.780 maximal
  • Größe: 228.081 BRZ
  • Tiefgang: 9,3 Meter
  • Breite: 65,68 Meter
  • Länge 362,1 Meter
  • 18 Decks (16 öffentlich)
  • 24 Fahrstühle
  • 2.759 Kabinen, davon 599 Innen, 170 Außen, 1.801 Balkon, 85 mit virtuellem Balkon, 46 für Rollstuhlfahrer geeignet
  • In den 20 Restaurants stehen mehr als 300 Menüoptionen bereit
  • Ein einziger Bugstrahler der Symphony hat mehr Kraft als 7 Formel 1 Ferraris
  • In den 23 Pools der Harmony befindet sich mehr Wasser als der berühmte Old Faithful Geysir im Yellowstone bei einem Ausbruch in die Luft schleudert.

Mein Rundgang beginnt auf Deck 03 dieses beeindruckenden Kreuzfahrtriesen, der in seiner ersten Sommer-Saison zunächst Kreuzfahrten ab/bis Barcelona im Mittelmeer unternimmt. Mit einem klassischen Kreuzfahrtschiff, mit dem der Reisende zu entlegenen Zielen in der Welt schippert, hat die Symphony oft he Seas nichts gemeinsam. Das ist natürlich gewollt. Wie auch ihre drei Schwesterschiffe (Oasis, Allure, Harmony) bietet die Symphony derart viele Attraktionen an Bord, dass sie zum eigentlichen Urlaubsziel wird.  Die Reederei hält zwar gerne an der Aussage fest, dass die angelaufenen Häfen immer noch eine wichtige Rolle für die Gäste spielen, aus meiner Sicht ist das aber anders. Wer Urlaub auf diesem Megaliner bucht, der möchte nicht die Welt entdecken, sondern in erster Linie das Schiff erleben.

Deck 3 Symphony of the Seas

Im Bug erstreckt sich über drei Decks das große Royal Theater, in dem allabendlich atemberaubende Shows und Broadway-Musicals wie „Hairspray“ einem begeisterten Publikum dargeboten werden. Der Eingangsbereich des Theaters ist so groß und glamourös, als gehöre er zu einem der weltbekannten Theatersäle in Mailand, Rom oder New York. Wahrlich ein perfekter Rahmen für die hier aufgeführten Broadway-Shows.

Hairspray Musical an Bord der Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Hairspray Musical an Bord der Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Conference Center

Das große Konferenzzentrum der Symphony of the Seas verfügt neben modernster Technik über eine Vielzahl an variablen Konferenzräumen, die für private Bildvorträge, Meetings und andere Anlässe ein breites Nutzungsspektrum haben.

Studio B mit Neuerung

Eislaufen auf hoher See? Kein Problem im Studio B der Symphony of the Seas. Das Studio ist multifunktional nutzbar zum Rollerskaten, als Eislaufbahn und darüber hinaus als großer Saal für Kochvorführungen. Ein Highlight auf jeder Kreuzfahrt mit der Symphony of the Seas sind die aufwendig inszenierten Eis-Shows, wie zum Beispiel aktuell die „1977 – Eis-Show“. Das Studio B gibt es bei Royal Caribbean seit Einführung der Voyager Class.

Laser Tag Battle for Planet Z

Das Studio B verwandelt sich auf der Symphony of  the Seas erstmals in eine „Laser-Tag-Arena“, in der spielerisch zwei Gegner einer weit entfernten Galaxie aufeinander treffen. Im abgedunkelten Studio B entwickelt sich das Aufeinandertreffen mit den Laserpistolen zu einem spannenden Familien-Strategiespiel. Vor einer jeden Battle erhalten die Spieler eine ausführliche Einweisung in Form einer persönlichen Aufklärung durch Mitarbeiter sowie durch einen kurzen Infofilm unmittelbar vor Spielbeginn. Eine Battle dauert in der Regel ca. 10 Minuten.

Laser Tag Battle Studio B Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Laser Tag Battle Studio B Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Wieder ein Main Dining Room statt American Icon Grill, The Grande und Silk

Der Main Dining Room erstreckt sich insgesamt über drei Decks. Er beeindruckt seit Einführung der Voyager Class nicht nur durch seine Größe sondern überzeugt auch in Puncto Eleganz und Atmosphäre. Mit Inbetriebnahme der Quantum Class ist Royal Caribbean kurzzeitig dazu übergegangen, ein dort eingeführtes, neues Restaurantkonzept auch auf die Schiffe der Oasis-Class zu übertragen. So sieht der Hauptspeisesaal an Bord der Harmony of the Seas auf allen drei Decks unterschiedlich aus, nämlich so wie der American Icon Grill, das The Grande und das Silk Restaurant auf der Quantum-Class. Trotz der optischen Abweichungen, die während der Bauphase nicht mehr geändert werden konnten, sind die Speisekarten identisch. Auf der Symphony of the Seas erstrahlt der Main Dining Room nun auf allen drei Decks auch optisch wieder in einheitlichem Glanz.

Unberührt von diesen optischen Änderungen bleibt das Dynamic Dining Konzept davon unberührt. Weiterhin kann natürlich das „My Time Dining“ gebucht werden. Dabei kann der Gast jeden Abend frei wählen, wann und wo bzw. mit wem er in einem bestimmten Bereich des Main Dining Room speisen möchte. Es gibt bei dieser Speisevariante keine festen Tischzeiten mehr, die Tische und auch die Kellner können jeden Abend andere sein.

Main Dining Room Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Main Dining Room Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Deck 4 Symphony of the Seas

Royal Theater

Auf Deck 4 liegt mittlere Etage des großen Haupttheaters der Symphony of the Seas, in dem jeden Abend faszinierende Shows dargeboten werden.

Direkt vor dem Theater befindet sich ein großer, offener Bereich, der Entertainment Place. Wie es der Name vermuten lässt, erwartet den Kreuzfahrtgast hier ein riesiges Angebot an Unterhaltungsmöglichkeiten.

Im The Attic  wird den erwachsenen Reisenden ein hochkarätiges Late-Night-Comedy geboten. Das Ambiente ist elegant, zeitgemäß und unaufdringlich zugleich. Besonders pfiffig: Von einigen Sitzplätzen aus schaut man durch aufgehängte Bilderrahmen hindurch auf das Showprogramm. Die Shows sind natürlich auf das englischsprachige Publikum abgestimmt und richten sich inhaltlich an selbige Zielgruppe.

The Attic Comedy Club Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
The Attic Comedy Club Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Jazz on 4

Exklusiv auf der Oasis-Class genießen Kreuzfahrtgäste in diesem stilvollen Raum ein phantastisches, musikalisches Angebot. Abend für Abend lauscht der der begeisterte Jazz-Fan sanften Klängen in einem glamourösen Ambiente.

Jazz on 4 Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Jazz on 4 Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Gleich nebenan befindet sich der Diamond Club für die treuen Crown & Anchor Stammfahrer entsprechender Clubstufen (Diamond, Diamond plus, Pinnacle). Im Diamond Club steht nicht nur ein eigener Concierge Service bereit, sondern jeden Morgen auch ein kontinentales Frühstück sowie abends ausgewählte Drinks.

Diamond Club Lounge Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Diamond Club Lounge Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Studio B

Die obere Etage der großen Multifunktions-Arena, welche sowohl zum Rollerskaten als auch zum Eislaufen, als Veranstaltungssaal und Laser-Tag-Arena genutzt wird.

Casino Royale

Las Vegas auf der Symphony of the Seas! Entsprechend der Schiffsgröße überrascht es wenig, dass dieses Casino das größte auf den Weltmeeren ist. In diesem Spielpalast findet der Reisende mehr als 450 digitale und elektronische Spielautomaten, Blackjack, Craps, Roulette, Video-Poker und viele weitere Dinge, mit denen sich in erster Linie US-Kreuzfahrtgäste auf einer Kreuzfahrt beschäftigen und ihr Glück herausfordern. Zusätzlich zum eigentlichen Casinobereich sind ein Poker-Raum und ein Spieler Club vorhanden.

Casino Royale Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Casino Royale Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Ein herrliches Show-Dinner im Izumi Restaurant

Wie schon auf der Allure of the Seas und der Harmony of the Seas befindet sich neben dem zweiten Hauptrestaurant The Grande, das Izumi Restaurant. Auf der Speisekarte stehen fernöstliche Spezialitäten wie Sushi Rolls, Rice Dishes und Noodle Bowls.  Das Izumi Restaurant ist sowohl für Sushi-Fans als auch für alle Liebhaber der asiatischen Küche die erste Adresse. Alle Speisevarianten werden vor den Augen der Gäste frisch zubereitet und vom Koch in Form einer amüsanten Show-Darbietung präsentiert.

Izumi Restaurant Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Izumi Restaurant Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Deck 5 Symphony of the Seas

Aquatheater

Das beeindruckende, am Heck der Symphony of the Seas in Form eines Amphitheaters angelegte Theater, ist Showplatz für spektakuläre Wassershows, die es nur auf den derzeit vier Schiffen der Oasis Class gibt. Eigens für diese Kreuzfahrtschiffe wurden großartige Akrobatik-Shows wie die OceanAria Show, die The Fine Line Aqua Show oder AquaNation produziert. An Bord der Symphony of the Seas schweben die Akrobaten während der Shows scheinbar über die Zuschauer, springen in beeindruckenden Formationen in das tiefe Wasserbecken des Theaters und harmonieren perfekt mit einer beeindruckenden Hintergrundbeleuchtung. Nebelschwaden, künstlicher Regen und Wasserfälle schaffen den visuellen Höhepunkt. Die Shows werden natürlich stark vom Wetter beeinflusst und können bei stärkerem Wind und kälteren Temperaturen durchaus zeitlich verlegt oder abgesagt werden. In der Karibik ist das entsprechend unwahrscheinlicher als im Mittelmeer.

Aqua Nation show Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Aqua Nation show Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Dem Royal Theater vorgelagert befindet sich auf Deck 5 genau im Bugbereich der große Vitality SPA & Fitness Bereich. Wie alles an Bord der Symphony of the Seas ist der gesamte Komplex natürlich deutlich größer als auf anderen Kreuzfahrtschiffen. Das Angebot ist vielfältig und bietet die komplette Bandbreite eines modernen Spa-Bereichs. Dazu zählen Massagebehandlungen, Gesichtsbehandlungen, Botoxbehandlungen, Schlammpackungen, Peelings, Bleaching (Zahnaufhellung) und vieles mehr. Teenager kommen in den Genuss spezieller Gesichtsbehandlungen, ebenso die männlichen Kreuzfahrtgäste. Darüber hinaus gibt es einen Frisör und ein Nagelstudio. Die Rezeption bzw. der Haupteingang befinden sich auf Deck 6.

Vitality Cafe Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Vitality Cafe Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Ich gehe nun weiter in Richtung Royal Promenade. Sofort fallen das ultramoderne Design, das schicke LED-Leuchtkonzept sowie einige, andere Änderungen und Optimierungen ins Auge. In ihren Abmaßen ist die Royal Promenade nicht gewachsen, wenngleich genau dieser optische Eindruck entsteht. Zwischen der Latin-Beat-Bar Boleros und der Karaoke Bar On Air Club sind ein Shore Excursions desk sowie Promenade Shops untergebracht. Insgesamt sind die Änderungen im Vergleich zur Harmony nur marginal.

Symphony of the Seas Royal Promenade. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Symphony of the Seas Royal Promenade. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Es reihen sich einige Ladenlokale bekannter Labels und Logo-Shops aneinander. Dem einkaufswilligen Kreuzfahrer sind kaum Grenzen gesetzt.

Der Copper & Kettle Pub ist einem typisch englischen Pub nachempfunden und am Abend einer der Haupttreffpunkte auf der Royal Promenade.

Die Sorrento´s Pizzeria bietet zwischen 11:00 Uhr und 03:00 Uhr stets eine Auswahl unterschiedlicher Pizzen und im Next Cruise Büro lässt sich gleich die nächste Kreuzfahrt buchen.

Neben dem Next Cruise Büro befindet sich eine Wendeltreppe, die zur Focus Photo Gallery hinaufführt.

Das Café Promenade ist ein großartiges Café in dem köstlichen Kaffeespezialitäten wie der Seattle Best Coffee ® erhältlich sind. Abgerundet wird das Angebot durch viele, kleine Snacks für den kleinen Hunger zwischen den Mahlzeiten. Aus meiner Sicht ist das Café Promenade die bessere Wahl im Vergleich zum Starbucks, da man hier mehr Inhalt für sein Geld in den Tassen bekommt und die Qualität wirklich gut ist.

Die wohl auffälligste „Neuerung“ auf der Royal Promenade ist wohl das rote Auto. Zwar stehen Autos auch bereits auf anderen Schiffspromenaden von Royal Caribbean aber dieses wurde vom indonesischen Künstler Ichwan Noor in Form einer Kugel geformt und nennt sich Beetle Sphere. Dabei handelt es sich um die Nachbildung eines 1953er VW Beetle.

Royal Promenade und das rote VW Beetle Car Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Royal Promenade und das rote VW Beetle Car Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Dem Latin-Beat folgen bei einem Mojito oder Caipirinha – kein Problem im Latin Dance Club – dem Boleros.

Das Herz der Symphony of the Seas ist die Royal Promenade mit ihren Shops. Nach Lust und Laune einen Cocktail trinken oder die Geschäfte mit ihrem umfangreichen Sortiment durchschlendern und danach ein Stück Pizza in Sorrento´s Pizzaria essen, einen Landausflug buchen? All das und noch viel mehr geht auf der Royal Promenade. Auffallend ist dabei, dass nicht mehr nur Luxusmarken angeboten, so wie es auf der Harmony oft he Seas der Fall war. Es gibt wieder mehr Souvenir-Shops und klassische T-Shirt-Läden.

Ich schnappe mir ein Mikrofon und singe in der Karaoke-Bar On Air Club – nein, das lasse ich dann doch besser und schaue mir lieber die faszinierende Rising Tide Bar an, in der man praktisch über drei Decks auf und ab schwebt. Eine pfiffige Idee, wenn auch bereits von den Schwesterschiffen bekannt.

On Air Club Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
On Air Club Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Ein Ort für gesellige Stunden ist die Bionic Bar, an der teure Roboter die Bargetränke der Gäste mixen. Eine digitale Tatel zeigt die Wartezeit für die jeweilige Getränkebestellung und abends laufen Statistiken über einen Infoscreen, welche Art von Getränken von den Gästen am Meisten geordert wurden und von welcher Altersklasse. Diese Statistiken werden sicher an allen Bars erstellt aber hier sind sie für den Gast mal transparent sichtbar.

Top Service im Guest Service Bereich

Direkt gegenüber der Bionic Bar befindet sich, wie auch auf den Schwesterschiffen der Guest Services Bereich. Die Rezeption ist als solche kaum erkennbar, denn es gibt keinen durchgehenden Beratungstresen sondern einzelne Beratungscounter, wie sie auf der Quantum-Class eingeführt wurden. Diese Counter bringen einen optischen Größenzuwachs mit sich. Absolut herausragend ist der Service, denn geschulte Mitarbeiter „filtern“ innerhalb der mitunter langen Warteschlangen bereits die Gäste und deren Anliegen, haben eine Art „Supervisor-Status“ und sorgen bereits für eine Klärung bevor der Gast überhaupt an der Rezeption steht.

Guest Services und Rezeption Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Guest Services und Rezeption Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Für meinen Geschmack ist die Royal Promenade neben jener auf der Harmony of the Seas die optisch ansprechendste aller Schiffspromenaden bei Royal Caribbean International. Das Farb- und Lichtkonzept ist hervorragend, wenn auch manchmal eher spacig als maritim.

Starbucks weiterhin nicht mein Favorit

Wieder zurück auf die Royal Promenade gekehrt ist das Starbucks Café. Auf der Harmony of the Seas hatte man es auf dem Boardwalk untergebracht.

Viel Schaum, wenig Inhalt

Hier im Starbucks ist die gleicht Angebotsvielfalt zu finden wir in den Filialen an Land. Dazu zählt der reguläre Kaffee, Caramel Macchiato, erfrischendes Frappuccino, Schokoladengetränke und diverse Gebäckvarianten. Leider wurde hier die Starbucks-Philosophie „Viel Schaum, wenig Inhalt“ übernommen und somit besteht ein „Large Cappuccino“ – genau wie in den Filialen an Land – zu gefühlten 70% aus Milchschaum und nicht aus der eigentlichen Kaffeespezialität. Das Café Promenade auf der Royal Promenade bietet hier an Bord aus meiner Sicht ein deutlich besseres Preis-/ Leistungsverhältnis. Die Amerikaner hingegen lieben ihren Starbucks.

All diese Angebote sind natürlich wunderbar, neben all den Spezialitäten-Restaurants und Snack-Points während einer 7-tägigen Kreuzfahrt allerdings kaum nutzbar. Zumindest dann nicht, wenn in den Häfen Landausflüge geplant werden oder man nebenbei die Kalorien im Auge behält – die heimische Waage wird es einem ganz sicher danken. Ok, man könnte natürlich regelmäßig das Fitness Center an Bord besuchen.

Ideal wären permanente Transatlantik-Kreuzfahrten mit der Symphony of the Seas auf denen das Angebot an Bord voll ausgenutzt werden kann.

Ganz am Heck liegt die mittlere Etage vom Main Dining Room.

Deck 5 wird umrundet von einer 670m langen Joggingbahn, auf der sogar kleinere Höhenunterschiede zu bewältigen sind. Die Joggingbahn liegt zwar, anders als bei den meisten Kreuzfahrtschiffen, nicht im Bereich des Pooldecks und somit für die Läufer in ungestörter Lage, aber die Aussicht hier unten ist gewöhnungsbedürftig.

Deck 6 Symphony of the Seas

Einen atemberaubenden Meerblick genieße ich ein Deck höher vom mehr als 600 Personen Platz bietenden Aqua Theater, welches ich auf Deck 5 bereits beschrieben habe. Tagsüber ist das Theater ein Ort der Muße und Entspannung, am Abend wird es zur spektakulären Theaterbühne auf der die phantastischen Wassershows dargeboten werden. Die Gäste auf der Premierenreise dürfen erstmals die Aqua Nation Show in voller Länge bestaunen.

Rock Climbing Wall, Ultimate Abyss und Aqua Theater Blick Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Rock Climbing Wall, Ultimate Abyss und Aqua Theater Blick Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Burger in doppelter Ausführung statt Mexikaner

Liebhaber der mexikanischen Küche werden an Bord der Symphony of the Seas auf dem Boardwalk nicht mehr fündig. Die Sabor Taqueria ist der Playmakers Sports Bar & Arcade gewichen. In der Playmakers Arcade sind Auto-Rennsimulatoren und andere Spielautomaten zu finden. Der Arcade schließt sich die Playmakers Sports Bar an. In dieser werden wichtige Sportveranstaltungen auf den rund 30 in der Bar verteilten Bildschirmen gezeigt. Auf der Speisekarte stehen Sandwiches, Nachos und Burger, die nicht im Reisepreis enthalten sind.

Playmakers Sports Bar Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Playmakers Sports Bar Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Fettige Burger bei Johnny Rockets

Direkt gegenüber der Playmakers Sportsbar befindet sich weiterhin das beliebte Burger-Restaurant Johnny Rockets. Das verwundert etwas, denn die besseren Burger gibt es nun definitiv in der Sportsbar und nicht bei Johnny Rockets. Die Konkurrenz liegt also direkt vor  der eigenen Haustür. Das Johnny Rockets zählte auf den Schiffen der Voyager-Class in seinem typischen 50er Jahre Diner-Stil, der Jukebox, den frischen Burgern und leckeren Milchshakes zu meiner persönlichen Lieblingsadresse. Schon auf der Harmony of the Seas hat die Qualität der Burger meiner Ansicht nach nachgelassen. Die Burger sind einfach zu fettig. Dieses tropft beim Essen aus dem Burger und weicht ihn regelrecht auf. Das ist nicht appetitlich und geht weniger Meter gegenüber oder im Jamie´s Italian Restaurant deutlich besser. Die Servicebereitschaft und Freundlichkeit der Mitarbeiter im Johnny Rockets ist weiterhin top.

Johnny Rockets Mitarbeiter Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Johnny Rockets Mitarbeiter Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Das kulinarische Angebot setzt sich weiter fort. Es ist praktisch unmöglich, sich den ganzen Leckereien und Verlockungen zu entziehen. Ein typisch amerikanisches Jahrmarkt Karussell sorgt inklusive Jahrmarktmusik für die perfekte Illusion und zieht die Besucher in seinen Bann. Aber nicht nur das Karussell dreht sich. Schaut man sich auf dem Boardwalk um, dann dreht sich im wahrsten Sinne des Wortes alles um das pure Vergnügen der Reisegäste. Vom Boardwalk zurück auf die Royal Promenade (wie auf der Oasis und Allure of the Seas) gezogen ist das Starbucks Café. Auf der Symphony oft he Seas musste es der Playmakers Arcade weichen. Ebenfalls zurückgekehrt sind die Holzpferde im Eingangsbereich des Boradwalk. Die gibt es auf der Allure of the Seas an selbiger Stelle.

Carousel Boardwalk Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Carousel Boardwalk Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Neben dem Dog-House, in dem es – wie der Name schon sagt – auch auf der Symphony of the Seas Hot Dogs gibt, liegt nun Sugar Beach. Sugar Beach ist eine Kombination aus dem bisher bekannten Candy-Shop und der Eisdiele Cups and Scoops.

Die Kinder-Kletterwand Luckey Climber neben dem Johnny Rockets ist geblieben.

Ich verlasse den Boardwalk in Richtung Schooner Bar auf der Royal Promenade

Die auf allen Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffen bewährte und beliebte Schooner Bar darf auch im Zeitalter neumodischer Cyber-Bars an Bord nicht fehlen. In der sehr maritimen Schooner Bar habe ich schon auf den Ur-Schiffen der Royal Caribbean Flotte gesessen, zu Zeiten als solche Einrichtungen noch als große Innovationen gefeiert wurden. Heute darf es dann schon eher ein Autoscooter sein, um der anspruchsvollen Spaßgesellschaft ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Die Zeiten ändern sich. Allerdings hat Royal Caribbean es geschafft, der Bar ein zeitgemäßes, neues Gesicht zu verleihen, ohne dabei den maritimen Charakter aus den Augen zu verlieren. Es ist wirklich ein sehr guter Wandel gelungen.

Schooner Bar Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Schooner Bar Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Photo Gallery deutlich kleiner

Gegenüber der Schooner Bar lag bisher der große Focus – Photo Gallery. Diese musste den neuen Shore Excursions Schaltern weichen und ist in das Picture This Portrait Studio integriert worden, welches sich in direkter Nähe befindet. Alle Fotos können dort mittels Bordkarte an den Fototerminals abgerufen und bestellt werden.

Shore Excursions Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Shore Excursions Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Zu guter Letzt füllt das Vitality at Sea Spa and Fitness Center den gesamten Bug auf Deck 6 aus. Der riesige Wellnesskomplex bietet einen Schönheitssalon, traditionelle Spa-Behandlungen, Aromatherapien, Massagen, Maniküre, Pediküre, Algenpackungen und ein umfangreiches Saunaerlebnis. Im neuen Vitality Café am Eingang werden frisch gepresste Säfte, Eiweiskost und jede Menge Obst angeboten.

Vitality at Sea Spa and Fitness Center Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com
Vitality at Sea Spa and Fitness Center Symphony of the Seas. / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Deck 7 Symphony of the Seas

Dieses Deck ist überwiegend mit Kabinen belegt. Nicht neu aber beliebt sind Kletterwände, die an Bord der Symphony of the Seas an bewährter Stelle am Heck von Deck 7 in doppelter Ausführung finden stehen. Die Höhe jeder Rock Climbing Wall beträgt jeweils rund 13 Meter.

Oliver Asmussen

Oliver Asmussen

Oliver Asmussen, 1976 in Hamburg geboren und dort aufgewachsen, entdeckte seine Vorliebe zur maritimen Kreuzfahrt und Fotowelt bereits in der Jugend. Seit mehreren Jahren sind seine Bilder beliebte Motive in verschiedenen Medien. Darüber hinaus betreibt er die größte Kreuzfahrt-Bilderseite www.oceanliner-pictures.com und verbringt viele Tage im Jahr auf unterschiedlichen Kreuzfahrtschiffen.
Oliver Asmussen