Lady Diletta: Burgen, Schlösser, Wolkenkratzer und malerische Gassen

Lady Diletta Sonnenaufgang bei Eltville / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Flusskreuzfahrt mit der Lady Diletta von Düsseldorf bis Regensburg

Mit dem erst 2020 in Dienst gestellten Flusskreuzfahrtschiff Lady Diletta, welches ganzjährig unter Vollcharter des Bremer Veranstalters Plantours Kreuzfahrten fährt, geht es von der Rheinmetropole Düsseldorf entlang mittelalterlicher Burgen und Schlösser, zu den Wolkenkratzern von Frankfurt, sowie den malerischen Gassen von Bamberg, bis zum historischen Zentrum in Regensburg

Jeweils 10 Tage innerdeutsche Flusskreuzfahrten

Im Dezember letzten Jahres verkündete Plantours Kreuzfahrten <<Link>> das Routing der Reisen, von denen es insgesamt sechs – drei in jede Richtung – geben sollte. Zwei davon sind bekanntlich aufgrund des Beherbergungsverbots im Frühsommer ausgefallen. Die vorletzte dieser 10 Tage-Flusskreuzfahrten, Grundlage für meinen Reisebericht, beginnt heute in Düsseldorf.

Coronatest vor Einschiffung

Die Einschiffung in Düsseldorf erfolgt nur nach einem vorherigen Corona-Antigen-Schnelltest, der vor dem Düsseldorfer Steiger unter einem mobilen Zelt durchgeführt wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob Gäste geimpft oder ungeimpft sind oder bereits einen gültigen Test vorliegen haben. Zum Glück scheint heute die Sonne und nichts deutet darauf hin, dass vor zwei Tagen bereits meteorologischer Herbstanfang war. Bei Regen wäre die Wartezeit am Rheinufer von 15 Minuten, bis die jeweiligen Ergebnisse vorliegen, sicher weniger geordnet verlaufen. Insgesamt macht der Ablauf einen unkomplizierten Eindruck. Ob und in welcher Form auf den noch folgenden Reisen dieses Jahr ebenfalls obligatorisch getestet wird, ist zu diesem Zeitpunkt nicht sicher zu sagen.

Sommerfeeling bei der Abfahrt

Bei der pünktlichen Abfahrt am Nachmittag zeigt das Thermometer 26 Grad. Langsam bleibt die Stadtkulisse von Düsseldorf zurück, nur der markante Rheinturm ist auch noch um die nächste Flussbiegung herum zu erkennen. An Deck werden kühle Cocktails serviert, bevor das Abendessen im Tiepolo Restaurant bereitsteht. Je nach Tischzeit bleibt noch ausreichend Zeit, den Abend bei einem Digestiv auf dem Sonnendeck ausklingen zu lassen.

Lady Diletta auf dem Rhein abends / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Burgen, Schlösser und die Loreley

Am nächsten Morgen steht eine Stadterkundung in Koblenz auf dem Programm, bevor die Lady Diletta Kurs auf das wunderschöne Mittelrheintal nimmt. Kurz nach der Abfahrt werden Schloss Stolzenfels, die Marksburg, Boppard und Burg Maus passiert. Die Sonne lässt die über dem Rheintal thronenden Schlösser und Burgen in schönstem Licht erscheinen. Die Stimmung auf dem Sonnendeck ist gut. Es dauert nicht lange, dann kommen Burg Rheinfels und Burg Katz sowie die Loreley-Statue am Rheinufer in Sichtweite. Vier enge Kurven weiter liegt an Steuerbord die Stadt Oberwesel. Rund 20 Minuten später kann die als Zollstation errichtete Burg Pfalzgrafenstein im Flussbett des Rheins bestaunt werden. Die Sonne scheint weiterhin vom wolkenlosen Himmel. Pfalzgrafenstein zieht alle Blicke auf sich. Burg Gutenfels findet, obwohl sie unübersehbar über der Stadt Kaub, also in direkter Nähe zu Pfalzgrafenstein steht, kaum Beachtung. Die weiß getünchte, alte Zollburg erscheint mit ihrem fünfeckigen Turm einfach zu imposant. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass am 27. Juni 2002 der 67 Kilometer lange Abschnitt zwischen Bingen/Rüdesheim bis Koblenz in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde.

Lady Diletta bei Burg Pfalzgrafenstein und Burg Gutenfels / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Ein Abend in Rüdesheim

Wie schon im letzten Jahr steuert der erfahrene Kapitän Raul Kraaier die Lady Diletta über die Flüsse. Vielen Reisenden ist der sympathische Holländer bekannt aus der Doku-Soap Verrückt nach Fluss ist. Nachdem Kraaier seine Lady Diletta durch die engen Flusspassagen und um zahlreiche Sandbänke herum gesteuert hat, reihen sich noch einige weitere Burgen an den Ufern, bevor der Binger Mäuseturm das Ziel der heutigen Etappe ankündigt. Über Nacht wird die Lady Diletta in Rüdesheim liegen. Die warmen Temperaturen am Abend laden nach dem Dinner zu einem Spaziergang durch die Drosselgasse in Rüdesheim ein. In die Straßen von Rüdesheim ist inzwischen das Leben zurückgekehrt. Die Restaurants und Cafés sind nicht mehr so verwaist wie noch im Frühsommer und auch an den Ufern des Rheins genießen zahlreiche Menschen diesen herrlich schönen Abend. Schöner könnte diese Flusskreuzfahrt nicht beginnen.

Zum Sonnenaufgang in Richtung Frankfurt

Rüdesheim schläft an diesem Sonntag-Morgen um 06:00 Uhr noch, als die Lady Diletta für die Abfahrt vorbereitet wird. Nur ein einsamer Jogger zieht bereits seine Bahnen durch die Grünanalgen am Rheinufer. Als die Lady Diletta um kurz nach 07:00 Uhr die Stadt Eltville passiert, geht die Sonne gerade auf und verleiht dem Rhein eine goldene Färbung.

Lady Diletta Sonnenaufgang bei Eltville / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Nächste Halt Wiesbaden

Die meisten Reisenden lassen sich gerade das leckere Frühstück an Bord der Lady Diletta schmecken – dieses wird wieder in Buffetform angeboten – als das Schiff den Anleger unterhalb von Schloss Biebrich erreicht. Am Vormittag ist ausreichend Zeit, die Landeshauptstadt Hessens zu erkunden. Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Wiesbaden zählt der weitläufige Kurpark, der im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt wurde, die neugotische Marktkirche, der Schlossplatz mit seinem neoklassizistischen Stadtschloss und das Römertor. Sehenswert ist außerdem die Fassade des hessischen Staatstheaters, die große Kuckucksuhr an einer Hausfassade in der Innenstadt, der Luisenplatz sowie zahlreiche Museen. Die Stadt bietet außerdem zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten und kann mit einer hochwertigen Gastronomie-Szene überzeugen. Wiesbaden wird von Flusskreuzfahrtschiffen deutlich weniger angelaufen als die Nachbarstadt Mainz, die ich persönlich deutlich uninteressanter finde.

Staatstheater Wiesbaden / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

527 Kilometer und 27 Schleusen

Nach dem Aufenthalt in Wiesbaden verlässt Lady Diletta den Rhein bei Mainz-Kostheim und biegt in den Main ab. Mit einer Länge von 527 Kilometern ist der Main der längste, rechte Nebenfluss des Rheins. Schiffbar ist er auf einer Länge von 388 Kilometer ab Bamberg. Wir werden den Main auf dieser gesamten Länge in den nächsten Tagen befahren. Insgesamt müssen 27 Schleusen passiert werden. Am Nachmittag zieht an der Steuerbordseite die Stadt Rüsselsheim und Kelsterbach vorbei, immer wieder kreisen große Passagierflugzeuge am Himmel – alle starten oder landen auf dem in unmittelbarer Nähe liegenden Flughafen Frankfurt. Schließlich ist die Hochhauskulisse des nächsten Etappenziels erkennbar. Über Nacht bleibt die Lady Diletta in Frankfurt. Wer nicht auf einen Spaziergang am Mainufer von Bord geht, genießt diesen milden Abend auf dem Sonnendeck der Lady Diletta. Spätestens morgen Mittag muss das gesamte, obere Sonnendeck für den restlichen Reiseverlauf „abgebaut“ werden, damit die zum Teil extrem niedrigen Brücken passiert werden können.

Skyline von Frankfurt in Sicht / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Römerberg, Alte Oper und imposante Hochhäuser

Am nächsten Morgen geht es direkt in die Innenstadt von Frankfurt, genauer gesagt zum Römerberg, dem historischen Marktplatz mit seinen vielen, restaurierten Fachwerkhäusern und Lokalen. Eine der historischen Fassaden gehört zum Römer, seit dem 15. Jahrhundert das Rathaus der Stadt. Charakteristisch ist die Treppengiebelfassade. Außerdem sehenswert ist die Alte Nikolaikirche, die sich ebenfalls am Marktplatz befindet, sowie das gesamte Stadtviertel bis zum 200m hohen Main Tower. In der 53. Etage ist das Main Tower Restaurant untergebracht. Darüber liegt die öffentlich zugängliche Aussichtsplattform. Noch schnell einen Blick auf die Alte Oper geworfen, heißt es auch schon wieder Abschied nehmen vom pulsierenden Großstadtfeeling. Mittags verlässt die Lady Diletta Frankfurt und nimmt Kurs auf Aschaffenburg. Kurz nach der Abfahrt ist der Blick auf die Frankfurter Skyline mit ihren zahlreichen Wolkenkratzern besonders imposant.

Lady Diletta und Skyline Frankfurt / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Verspätung durch Wartezeiten

Aufgrund längerer Wartezeiten vor den nun folgenden Schleusen in Richtung Aschaffenburg, ist die Sonne bei Ankunft in der zweitgrößten Stadt des Regierungsbezirks Unterfranken, bereits untergegangen. Die Mehrzahl der Reisenden genießt den herrlich schönen Abend auf dem vorderen Sonnendeck der Lady Diletta. Das illuminierte Schloss Johannisburg bietet eine großartige Kulisse. Aufgrund der Bauweise der Lady Diletta ist der vordere Teil des Sonnendecks auch dann noch nutzbar, wenn der hintere Teil gesperrt ist. Die Lady Diletta wurde im vorderen Bereich ein halbes Deck tiefer konstruiert, welches die Nutzung auch bei niedrigen Brückenpassagen ermöglicht. Diese Besonderheit ist zwar kein Alleinstellungsmerkmal des Schiffes aber längst nicht alle Flusskreuzfahrtschiffe punkten durch eine solche Bauweise. Kurz nach Mitternacht geht die Fahrt bereits weiter, bevor das Schiff am nächsten Morgen in Miltenberg festmacht.

Schloss Johannisburg Aschaffenburg bei Nacht / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Die Perle des Mains

Heute Morgen sind die ersten Facetten des Herbstes erkennbar. Nebel liegt über den Feldern und zum Teil ziehen hochnebelartige Wolkenfelder über die Hügel entlang des Mains. Die Sonne ist gerade aufgegangen, als die Lady Diletta den Anleger in Miltenberg erreicht hat. Die Stadt ist eingebettet zwischen Spessart und Odenwald. Sie wird offiziell „Perle des Mains“ genannt. Die historische Altstadt mit ihren malerischen Fachwerkhäusern liegt unweit des Anlegers und ist überschaubar groß. Das Museum Stadt Miltenberg gilt als eines der schönsten Museen Bayerns. Nicht weniger imposant und sehenswert ist das Museum Burg Miltenberg, hoch über der Stadt. Der beliebteste Treffpunkt von Miltenberg ist der Marktplatz, auch als Schnatterloch bekannt. Hier trifft man sich, vorzugsweise im gemütlichen Eiscafé oder in einem der Restaurants.

Marktplatz Stadt Miltenberg am Main / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Bester Blick vom Burgfried

Um zwölf Uhr geht die Fahrt auf dem Main weiter in Richtung Wertheim, wo die Lady Diletta um 17:00 Uhr festmacht. Für einen Stadtrundgang bleibt vergleichsweise wenig Zeit, denn schon um 20:00 Uhr müssen alle Gäste wieder an Bord sein. Wertheim ist die nördlichste Stadt Baden-Württembergs, direkt an der Grenze zu Bayern. Neben einem Spaziergang durch den sehenswerten Ortskern lohnt ein kurzer Abstecher an die Tauber, einem 130km langen Fluss, der am Westfuß der Frankenhöhe entspringt und in Wertheim in den Main mündet. Nach einem Rundgang durch den Ortskern von Wertheim erhält man von der Burg Wertheim aus, einen wunderbaren Blick über die gesamte Stadt. Noch interessanter ist eine Umrundung der befestigten Burgmauern des Burgfrieds der Burg Wertheim, die 1183 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Burg Wertheim zählt zu den größten und schönsten Burgruinen in Deutschland. Heute bzw. um diese Uhrzeit sind kaum Touristen hier, so dass eine ganz besondere Atmosphäre auf der Ruine herrscht. Eine dünne Wolkendecke hat sich vor die Sonne gelegt, was für ein mystisches Dämmerlicht sorgt.

Burgfried Burg Wertheim mit Blick auf den Main / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Streifzug durch Würzburg

Am nächsten Morgen erreicht die Lady Diletta Würzburg und bleibt hier bis um 13:00 Uhr. Wie in allen Städten, kann man an einem fakultativen Ausflug bzw. an einer Stadtwanderung teilnehmen, die sich heute „Streifzug durch Würzburg“ nennt. Es ist aber aufgrund der zentralen Lages des Liegeplatzes ebenso möglich, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Zumindest einen Teil davon, denn Würzburg hat eine Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten, die sich an einem Vormittag nicht alle anschauen lassen. Das Zeitfenster eines Vormittags ist auf jeden Fall groß genug, um die relevantesten Punkte der Altstadt sowie die Residenz Würzburg anzusteuern. Der angrenzende Hofgarten ist wunderschön angelegt. Die andere Mainseite, auf der sich die Festung Marienberg befindet, erkundet man idealer Weise am Nachmittag, da dann der Blick von der Festung hinüber zur Altstadt besonders schön ist und die Abendsonne die Stadt bescheint. Apropos Sonne, seit Beginn der Kreuzfahrt sind jeden Tag nahezu die höchst möglichen Sonnenstunden zu verzeichnen. Eine Reise zum Genießen.

Lady Diletta Würzburg mit Festung Marienberg / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Würzburg erfreut sich aufgrund seiner zahlreichen Bauten im Barock- und Rokokostil internationaler Beliebtheit. Die ersten Touristen aus Übersee sind mit einigen, wenigen Flusskreuzfahrtschiffen, die wieder in Betrieb sind, am heutigen Tag vor Ort. Würzburg ist außerdem das Herz der Weinregion Franken und bietet den Besuchern zahlreiche Weinstuben, Weinkeller und Weingüter. Der Hofgarten der Residenz Würzburg lädt zu einem ausgedehnten Spaziergang ein. Das Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert. Würzburg ist zweifelsfrei eine der schönsten Städte, die während dieser Reise angefahren werden. Nur noch überboten von Bamberg, dem nächsten Stopp morgen Vormittag.

Residenz Würzburg und Hofgarten / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Den sonnigen Nachmittag genießt ein Großteil der Gäste auf dem vorderen Sonnendeck, bevor über Kitzingen schließlich die Sonne untergeht. In den Bäumen am Flussufer sind einige Kormorane zu entdecken, bevor diese durch die fortschreitende Dunkelheit mit dem Dickicht am Ufer zu verschmelzen scheinen.

Sonnenuntergang über Kitzingen / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Morgens ab 06:30 wird täglich ein „Frühaufsteher-Frühstück“ in der Tintoretto Lounge angeboten, im Anschluss von 07:00-09:00 Uhr kann vom reichhaltigen Frühstücksbuffet nach Belieben ausgewählt werden. Die Servicekräfte im Restaurant portionieren das gewünschte Frühstück auf den Tellern, die der Gast mit an seinen Sitzplatz nimmt.

Die schönste Stadt der Reise

Früher als geplant erreicht die Lady Diletta den Anleger in Bamberg. Die Stadt lässt sich wunderbar zu Fuss erkunden. Da sich die Liegeplätze für die Flusskreuzfahrtschiffe etwas außerhalb des Stadtkerns von Bamberg befinden, sind rund 30 Minuten Laufzeit einzuplanen, sofern kein Shuttlebus angeboten wird. Diesen gibt es heute zwar, aber aufgrund der früheren Ankunftszeit ist die Abfahrt erst in drei Stunden. Da Bamberg unzählige Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, ist es ratsam die zur Verfügung stehende Zeit vollständig für eine Stadterkundung zu nutzen. Der mittelalterliche Charme der Stadt begeistert schon nach wenigen Minuten jeden Besucher. Bamberg ist die mit Abstand schönste Stadt, die auf dieser Reise besucht wird.

Sonnenaufgang vor Bamberg MS Lady Diletta / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Unzählige Sehenswürdigkeiten

Zu den Hauptsehenswürdigkeiten in Bamberg zählen der Dom, das Kloster St. Michael mit Klostergarten, der Rosengarten, der Bamberger Reiter im Dom, das Residenzschloss Geyerswörth, das Alte Rathaus, die gesamte Altstadt sowie das Ufer der Regnitz mit Klein Venedig, die alten Schleusen und Mühlen in der Nähe des alten Rathauses, die Pfarrkirche ‚Unsere Liebe Frau‘, sowie all die historischen Fachwerkhäuser, die sich zwischen Kloster Michaelsberg und dem alten Rathaus befinden.

Altes Rathaus und Regnitz Bamberg / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Eine Stadt voller Geschichte und Tradition

Der Ortskern von Bamberg erstreckt sich über die Talsenke der Regnitz, die sich in Bamberg in zwei Arme teilt. Zwischen den Flussarmen befindet sich die sogenannte Inselstadt. Der rechte Arm wurde zum Main-Donau-Kanal ausgebaut. Die Altstadt von Bamberg ist eine der größten, weitgehend komplett erhaltenen, historischen Stadtkerne in Deutschland. Seit 1993 ist sie in der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO eingetragen. Bamberg ist darüber hinaus bekannt für seine vielfältige Biertradition. Es ist eine Stadt voller Geschichte.

Michaelsberger Garten mit Domblick Bamberg / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Mit dem Shuttle-Bus in die City

Um 19:00 Uhr wird die Fahrt in Richtung Nürnberg fortgesetzt. Dort sind die Leinen am nächsten Morgen bereits um 06:00 Uhr fest. Der Hafen befindet sich rund 6km außerhalb der Innenstadt, weshalb hier in jedem Fall die Nutzung eines Shuttlebusses zu empfehlen ist. Wenn man den Namen Nürnberg in Zusammenhang mit dem Tourismus bringt, so kommt einem zunächst der Nürnberger Christkindlesmarkt in den Sinn. Dieser weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Weihnachtsmarkt findet in der Adventszeit in der Nürnberger Altstadt, zu der auch der Hauptmarkt zählt, statt. Nürnberg hat allerdings zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist von bedeutender, deutscher Geschichte geprägt. Der Shuttlebus hält am Germanischen Nationalmuseum, von dem aus es nur wenige Gehminuten in die Innenstadt sind. Nürnberg ist die zweitgrößte Stadt Bayerns, in der über eine halbe Million Menschen leben. Die Altstadt ist nahezu komplett von einer intakten Altstadtmauer umgeben. Allerdings sind sowohl die Stadtmauer als auch rund 90 Prozent der Gebäude in der Altstadt im zweiten Weltkrieg zwischen 1940-45 zerstört worden. Fast alle Bauwerke sind vereinfachte Rekonstruktionen oder ein kompletter Ersatz. Der Wiederaufbau erfolgte ab dem Jahr 1955.

Nürnberger Altstadt, Blick auf Hauptmarkt, Schöner Brunnen und Kaiserburg / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Historische Meile

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind entlang der Historischen Meile in Nürnberg im Rahmen eines kulturhistorischen Rundgangs zu entdecken. Die Stationen dieses Stadtrundgangs sind zum Beispiel eine große Anzahl Kirchen, die Stadtbefestigung, die Mauthalle, das Nassauer Haus, Schuldturm, Katharinenruine, Hauptmarkt, Frauenkirche, Rathaus, Kaiserburg und Schöner Brunnen. Der auffällige Brunnen ist nahezu immer in Zusammenhang mit dem Christkindlsmarkt abgebildet, befindet sich auf dem Hauptmarkt und stellt auf vier Ebenen das Weltbild des Heiligen Römischen Reiches dar. Erbaut wurde der 19m hohe Brunnen von 1385-1396 in Form einer gotischen Kirchturmspitze. Den Zweiten Weltkrieg überstand er unbeschadet, da er in einen schützenden Betonmantel gehüllt war.

Blick über Nürnberg und auf Kaiserburg / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Nach einem ausgedehnten Rundgang entlang des Hauptmarktes und hinauf zur Kaiserburg, lohnt ein Blick von der Maxbrücke auf den Schlayerturm, sowie den Henkersteg über der Pegnitz.

Donaudurchbruch und Befreiungshalle

Um 13:00 Uhr verlässt Lady Diletta Nürnberg und nimmt Kurs auf Kelheim. Mit dem Besuch in Kelheim am nächsten Tag, liegt ein weiterer, landschaftlicher Höhepunkt vor uns. Nach der Ankunft in Kelheim startet in diesem Zusammenhang um 08:45 Uhr ein Ausflug zum Donaudurchbruch. Alle Ausflugsteilnehmer erleben den Donaudurchbruch bei einer kleinen Schiffstour von der Wasserseite aus. Die Fahrt führt von der Anlegestelle in Kelheim durch den Donaudurchbruch bis zum Kloster Weltenburg. Der Donaudurchbruch bei Weltenburg ist eine Engstelle des Donautals im niederbayerischen Landkreis Kelheim, wird daher auch als „Weltenburger Enge“ bezeichnet. Eine Fahrt mit dem Ausflugsschiff zählt nicht nur zu einer der schönsten Unternehmungen im Altmühltal, sondern ist auch das Ziel vieler, internationaler Touristen. Die Anzahl der täglichen Fahrten ist jedoch begrenzt.

Donaudurchbruch bei Weltenburg / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Die älteste Klosterbrauerei der Welt

Die Schifffahrt endet am Kloster Weltenburg nach rund 30 Minuten. Landschaftlich ist diese Region einzigartig schön. Die Donau fließt hier in ihrem natürlichen Flussbett durch eine langgezogene, spektakuläre Schlucht. Der Donaudurchbruch ist einer der letzten, unverbauten Flussabschnitte der Donau. Das Kloster Weltenburg ist der wohl perfekteste Ort, um diese Landschaft auf sich wirken zu lassen. Ein Klosterbiergarten lädt zum Verweilen ein, während das Besucherzentrum im Kloster jede Menge Wissenswertes über die Geschichte des Klosters bereithält. Im Kloster Weltenburg befindet sich die älteste Klosterbrauerei der Welt. Seit 1050 wird hier bereits Bier gebraut – das Weltenburger Kloster.

Kloster Weltenburg und Donaudurchbruch / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Bevor es nun zurück zur Lady Diletta geht, die derweil nach Regensburg gefahren ist, besuchen wir noch die Befreiungshalle in Kelheim. Die Befreiungshalle ist schon von weither sichtbar und befindet sich oberhalb der Stadt Kelheim an der Einmündung der Altmühl bzw. des Main-Donau-Kanals. Erbaut wurde die Halle 1842 bis 1863 im Gedenken an die gewonnenen Schlachten gegen Napoleon. Das Innere der Halle ist als großer Kuppelsaal gestaltet, der durch ein Opaion (Kuppelauge) im Scheitel der Kuppel erhellt wird. An der Außenfassade der Halle stehen 18 Kolossalstatuen. Die Halle hat eine Höhe von 45m und einen Durchmesser von 29m.

Befreiungshalle Kelheim Innenansicht / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Zielhafen Regensburg erreicht

Am Nachmittag erreichen wir schließlich Regensburg. Dort hat bereits die Lady Diletta festgemacht und wartet auf alle Rückkehrer vom Ausflug. Das anhaltend gute Wetter lädt sogleich zu einem Stadtrundgang durch Regensburg ein. Eines der Wahrzeichen ist die Steinerne-Brücke aus dem 12. Jahrhundert. Sie ist 310m lang, hat 16 Bögen und verbindet den Stadtteil Stadtamhof mit der Altstadt. Eine weitere, bedeutende Sehenswürdigkeit ist der gotische Dom aus dem 13. Jahrhundert mit seinen zwei Türmen, die jeweils 105m hoch sind. Neben dem Kölner Dom zählt der Regensburger Dom zu den bedeutendsten gotischen Kathedralen in Deutschland.

Regensburger Dom und Steinerne Brücke / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Bei einem Spaziergang durch die Altstadt von Regensburg ist jedoch nicht nur der Dom sehr sehenswert, auch das Alte Rathaus, die Gebäude am Haidplatz und am Bismarckplatz sind einen Blick wert und von historischer Bedeutung. Ein Rundgang über die Steinerne Brücke darf ebenso wenig fehlen wie eine Pause in einem der zahlreichen, gemütlichen Cafés am Donauufer. Regensburg bietet den passenden Abschluss dieser außergewöhnlichen Flusskreuzfahrt von Düsseldorf über den Rhein, Main und den Main-Donau-Kanal bis hin zur Donau. Und als ob das Wetter während dieser Reise nicht ohnehin schon rekordverdächtig schön war – mehr als 100 Sonnenstunden sind es bis heute geworden – gehört der Sonnenuntergang am Abend zu den ganz besonders schönen.

Sonnenuntergang Regensburg mit Dom / Foto: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Das Fazit dieser Reise

Die Lady Diletta ist eines der wenigen Flusskreuzfahrtschiffe, die im Rahmen einer einzigen Flusskreuzfahrt den Rhein, den Main und die Donau kombinieren. Alle besuchten Städte haben durch individuelle Highlights überzeugt. Von großen Schlössern bis hin zu kleinen Fachwerkhäusern und von idyllischer Natur bis hin zur Großstadt hätte die Abwechslung nicht größer sein können. Von daher ist das Fazit eindeutig: „unbedingt empfehlenswert“.

Lady Diletta im Detail

Das Flusskreuzfahrtschiff gehört mit 135m Länge und 11,45m Breite zu den größten Flusskreuzfahrtschiffen auf den Flüssen in Europa. Maximal finden 173 Passagiere auf drei Kabinendecks Platz. Die meisten der komfortabel und luxuriös ausgestatteten Kabinen haben einen französischen Balkon und sind zwischen 15,5 – 16m² groß. Die 8 Suiten verfügen über einen möblierten, kleinen Balkon und sind mit 21m² großzügiger bemessen. Die Lady Diletta verfügt als eines der wenigen Flusskreuzfahrtschiffe über 11 richtige Einzelkabinen, die mit 11,5m² bzw. 12m² großzügig bemessen sind und ebenso umfangreich ausgestattet sind wie die Doppelkabinen.

Schiffsportrait der Lady Diletta <<Link>>

Städtereisen auf eigene Faust in zeitgemäßem Ambiente

Die Lady Diletta überzeugt mit einem ansprechenden Farb- und Lichtkonzept, einer gelungenen Raumaufteilung, viel Eleganz, einer guten Küche und einem sehr aufmerksamen und zuvorkommenden Team, welches den Reisegästen stets zur Seite steht. In alle Aufenthaltsräume und Kabinen fällt sehr viel Tageslicht, was die Freundlichkeit weiter hervorhebt und das harmonische Farbdesign unterstreicht. MS Lady Diletta ist das ideale Flusskreuzfahrtschiff für Reisende, die ein zeitgemäßes, frisches Ambiente in Kombination mit Komfort und Eleganz zu schätzen wissen. Das Schiff eignet sich auch für ein jüngeres Publikum, Liebhaber von Städtereisen und jene Urlauber, für die eine Flusskreuzfahrt bisher zu „angestaubt“ war. Mit der Lady Diletta kann man beispielsweise Städte bereisen, ohne jedoch an ein Ausflugsprogramm gebunden zu sein. Das Schiff dient dabei als schwimmendes Hotel, ähnlich wie auf Hochseekreuzfahrten. Alle Städte lassen sich auf eigene Faust, individuell erkunden.  

  • Komplette Bildergalerie mit allen Innenfotos der MS Lady Diletta <<Link>>

Alle Flusskreuzfahrten mit der Lady Diletta können zum Beispiel bei Kreuzfahrten und mehr gebucht werden. Weitere Details zum Schiff und zur Kabinenausstattung teilt Ihnen das erfahrene Team gerne auf Anfrage mit. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535.

Oliver Asmussen
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