Reisebericht: 3-Night Weekend mit Azamara Club Cruises®

Azamara
Foto: Azamara Pursuit im Hafen von Venedig

Mit dem Boutique Hotel Azamara Pursuit auf Tour

Vom 07. – 10. Juni war ich auf der 3-Night-Weekend-Kreuzfahrt mit der Azamara Pursuit von Azamara Club Cruises®. Meine Route führte mich von Venedig nach Opatija (Kroatien) und Koper (Slovenien) und danach zurück nach Venedig.

Im heutigen Reisebericht erzähle ich Euch von meinen Erfahrungen und Erlebnissen mit dem 5 Sterne-Schiff. Azamara Club Cruises® wurde im Jahr 2007 gegründet und ist Teil des internationalen Kreuzfahrtunternehmens Royal Caribbean Ltd. und die Luxusmarke der Reederei.

Sail Away aus Venedig

Am 07. Juni 2019 landete mein Flieger auf dem Airport von Venedig und ich nahm ein Taxi zum Hafen. Die Tour hat einen Festpreis von 45 EURO. Obwohl der Check-in am Hafen erst um 12 Uhr beginnen sollte, konnte ich schon eine halbe Stunde vorher einchecken. Da nur wenige Passagiere da waren, hatte ich bereits nach 10 Minuten ein Glas Sekt zur Begrüßung am Eingang auf Deck 5 in der Hand. Die Kabinen waren erst um 13 Uhr 30 bezugsfertig und so genoss ich den Welcome Lunch auf Deck 9 im Windows Café.

Azamara
Foto: Azamara Pursuit – Liebe auf den ersten Blick

Danach schlenderte ich ein wenig über das Schiff, bevor es mich in meine Verandakabine auf Deck 8 zog. Die gemütliche, elegante Kabine begeisterte mich sofort und es dauerte auch nicht lange, bis sich mein Kabinensteward Harry vorstellte. Er machte mich mit allen Einrichtungen der Kabine vertraut . Das Wasser und die Softdrinks in der Minibar waren im Reisepreis bereits inkludiert, ebenso wie eine großzügige Getränkeauswahl aus der Barkarte. Es gab noch zwei Getränke-Packages, die hochwertigere Weine und Spirituosen enthielten, doch dafür habe ich mich nicht entschieden.

Pünktlich um 17 Uhr wurde die obligatorische Seenotrettungsübung durchgeführt. Meine Musterstation, die Station A, befand sich in der Cabaret Lounge auf Deck 5. Es war keine Pflicht die Rettungswesten mit sich zu führen. Routiniert und professionell wurde die Übung durchgeführt.

Azamara Pursuit
Foto: Azamara – Venedig von Deck 9 aus

Um 18 Uhr hieß es Leinen los – mit einem Begrüßungssekt auf dem Pool-Deck – auf Deck 9. Wir passierten zunächst die MSC Opera, die seit ihrem Unfall im Hafen lag. Danach die River Contesse, immer noch vertäut an ihrem Flussanleger San Basilio. Die Ausfahrt erfolgte durch den Guidecca-Kanal und bot so eine direkte Vorbeifahrt an den berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Venedig: der barocken Kirche Santa Maria della Salute, dem Piazza San Marco, samt Campanile und Dogenpalast und der Seufzerbrücke, um nur einige zu nennen. Natürlich war mir bewusst, wie umstritten diese Ausfahrt durch Kreuzfahrtschiffe im Moment war, doch ich freute mich trotzdem dies noch einmal erleben zu können.

Mein Abendessen, welches ich aus einer Menükarte wählen konnte, nahm ich im Discoveries Restaurant auf Deck 5 ein. Mein Tisch war direkt am Heck und bei einem traumhaften Sonnenuntergang genoss ich den hervorragenden Service und das Ambiente des Restaurants. Die Speisen, welche hervorragend schmeckten und die Getränke waren im Reisepreis inkludiert.

Azamara Pursuit
Foto: Azamara – Blick aus dem Discoveries Restaurant am Abend

Der Captain´s -Welcome-Toast von Kapitän Antonio Toledo wurde um 21 Uhr in der Cabaret Lounge durchgeführt. Wieder gab es Getränke gereicht und kleine Pralinen. Kapitän Toledo war nicht nur Kapitän, sondern auch ein perfekter Entertainer. Kurzweilig und witzig stellte er die wichtigsten, leitenden Angestellten aus seinem Team vor. Bereits an diesem ersten Abend bekam der Chefkoch donnernden Applaus. Im Anschluss präsentierte die Gesangstruppe Four on the Floor unter anderem Hits der Beatles und von ABBA . Danach kehrte ich müde, aber glücklich auf meine Kabine zurück. Mein Tag hatte schließlich schon um 4 Uhr morgens begonnen. Ich fand mein gemütliches Boxspringbett, mit unzähligen Kissen – bettgehfertig, mit einer Praline vor und schlief recht schnell ein.

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Foto: Azamara – Verandakabine auf Deck 8

Opatija – der angesagte Luftkurort aus dem 19. Jahrhundert

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Foto: Azamara – Morgenstimmung vor Opatija auf der Veranda

Opatija liegt in der Region Kvaner Bucht in Kroatien unterhalb des Berges Ucka. Pünktlich um 8 Uhr ging die Azamara Pursuit dort auf Reede. Es versprach bereits am frühen Morgen ein warmer Tag, mit Temperaturen um die 30 Grad Celsiuis, zu werden.

Zum Frühstück begab ich mich in das Discoveries Restaurant. Hier konnte ich die Speisen aus einer Frühstückskarte wählen und wurde am Tisch bedient. Wie immer auf einem neuen Schiff, machte ich meinen Eggs-Benedict-Test, der positiv ausfiel. Die Kellner im Restaurant bedienten aufmerksam und freundlich. Danach streifte ich über einige Decks, die ich am ersten Tag noch nicht erkundet hatte. Das weitläufige Sonnendeck auf Deck 10, mit seinem stylischem und gemütlichen Mobiliar, fand meinen absoluten Zuspruch. Doch der Blick zum Hafen ließ mich immer neugieriger auf den alten Kurort werden. Und so fuhr ich gegen 11 Uhr mit dem Tenderboot zum Hafen.

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Foto: Azamara – Blick von Deck 10 auf Opatija

Die Überfahrt dauerte keine 10 Minuten. Als erstes wollte ich zur Villa Angiolina (um 1840 herum erbaut), die in dem zweigeteilten Stadtpark lag. Ich bewunderte die Blumenpracht und erfreute mich an den Klängen einiger Violinen-Spielerinnen. Weiter lief ich an der Küste entlang, an der ich immer wieder alte Prachtbauten sah und Badeplattformen aus Stein. Mein Ziel war das Wahrzeichen des Ortes, die Statue Mädchen mit Möwe, die sich auf dem Spazierweg Lungomare befand. Diese wurde 1956 vom Bildhauer Zvonko Car erschaffen. Doch dann  trieb mich die Hitze zurück in den Hafen, wo ich mir im Schatten ein lokales Bier schmecken ließ.

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Foto: Azamara – die Villa Angiolina
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Foto – Azamara – Mädchen mit Möwe

Zurück an Bord besuchte ich den Grill The Patio und kostete den leckeren Azamara Burger mit Pommes, der frisch zubereitet serviert wurde. Danach genoss ich ein wenig meine Kabine mit der schönen Veranda. Um 18 Uhr 30 startete bereits die Themenparty „White Night“ auf dem Pool-Deck. Die guten Geister des Schiffes hatten unzählige Tische auf Deck 9 und 10 aufgestellt und in weiß eingedeckt. Auch die meisten Gäste hatten weiße Garderobe gewählt und so erlebte ich eine faszinierende südliche Nacht, später unter Sternen.

Das Barbecue ließ keine Wünsche offen, weder bei den Vorspeisen, noch bei den gegrillten Hauptgängen oder den Desserts. Zum Essen wurde live entspannte Musik gespielt und später drehte Cruise Director Tony mit seinem Team dann richtig auf. Es wurde getanzt – bis zum Ablegen um 22 Uhr. Dies erlebte ich auf Deck 5 aus und es war unheimlich romantisch, auf die beleuchtete Stadt zu blicken. Als die Lichter der Stadt verblassten, entschied mich noch für einen Absacker in der Spirits Bar, bevor ich später zu meiner Kabine ging.

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Foto: Azamara – Parade der Crew bei der Themenparty White Night

Unterwegs in Koper, der einzigen Hafenstadt Sloweniens

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Foto: Azamara Pursuit in Koper, Slowenien

Pünktlich um 8 Uhr legte die Azamara Pursuit am nächsten Tag in Koper an, dem einzigsten Hafen Sloweniens. Nach einem entspannten Frühstück auf Deck 9 im Windows Café, machte ich mich auf, diese alte Hafenstadt zu entdecken. Es waren Temperaturen um die 35 Grad angekündigt und mein Plan war es, aufgrund der Hitze zur Mittagszeit zurück an Bord zu sein.

Den Hafen und die Stadt Koper trennt nur eine Straße. Dafür nutze ich den praktischen Lift. So gelangte ich schnell in die Altstadt. Nur ca. 300 Meter vom Schiff und ich stand auf dem bekannten Tito-Platz. Dort fand ich auch die Kathedrale und den berühmten Prätorenpalast. Dies ist der repräsentativste Bau der Stadt, entstanden im 13. Jahrhundert. Im Anschluss schlenderte ich durch die kleine Fußgängerzone und entdeckte hier und da immer wieder interessante Läden, die sogar teilweise geöffnet hatten, obwohl Sonntag war.

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Foto: Azamara – der Prätorenpalast in Koper

Neben dem wunderschönen Innenhof des Palazzo Carli entdeckte ich ein Restaurant, die Cantina Istriana und der Durst ließ mich einkehren. Es roch hervorragend lecker und man konnte direkt in die kleine Küche sehen. Gern hätte ich gegessen, doch das gute, reichhaltige Frühstück an Bord ließ mich nur ein wenig vom lokalen Schinken probieren. Später bummelte ich langsam zur Azamara zurück und war vor der großen Mittagshitze wieder an Bord.

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Foto: Azamara – im Inneren der Cantina Istriana

Ich verbrachte einen geruhsamen Nachmittag im Inneren des Schiffes, welches hervorragend klimatisiert war. Leider stand auch schon das Kofferpacken auf dem Programm, sodass ich das Ablegen dann nur von meiner eigenen Veranda, eher nebenbei, verfolgte.

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Foto – Azamara – das Schokobuffet oder auch die Versuchung pur

Am Abend genoss ich noch einmal den guten Service und das hervorragende Essen im Discoveries Restaurant auf Deck 5. Anschließend bestaunte ich das legendäre Schokoladenbuffet, welches um 21 Uhr im Mosaic Cafe präsentiert wurde und ein echter Hingucker war. Naschen konnte ich allerdings um die Zeit nichts mehr davon. Da die Koffer bereits um 23 Uhr vor die Tür gestellt werden sollten, machte ich mich eine halbe Stunde vorher auf den Weg zu meiner Kabine. Die Einfahrt für Venedig war bereits für 1 Uhr nachts angekündigt und ich stellte mit den Wecker, um dieses Erlebnis nicht zu verpassen.

Zurück in Venedig

Genau so entspannt wie der Anreisetag, gestaltete sich auch der 10. Juni 2019, mein Abreisetag. Ich genoss ein letztes Frühstück im Windows Café und verließ die Azamara Pursuit um 9 Uhr. Auch an diesem letzten Morgen spürte ich an Bord weder Hektik, noch kam es zu Schlangenbildungen in irgendwelchen Bereichen. Ich hatte ein Taxi zum Flughafen vorbestellt und erhaschte später aus dem Flieger noch einen letzten Blick auf die Lagunenstadt.

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Foto: Azamara – ein letzter Blick auf Venedig

Azamara Pursuit – mein Fazit

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Foto: Brina Stein: „Azamara heißt für mich entspannt cruisen.“

Das Produkt Azamara Club Cruises® hat einen neuen Fan, nämlich mich. Die Reederei bietet mit ihrem Boutique-Hotel-Charakter ein entspanntes Ambiente. Die Schiffsgröße fand ich perfekt. Mit mir reisten 563 Gäste aus 28 verschiedenen Nationen. Mit Olpatija und Koper lernte ich zwei neue Häfen kennen, die von sehr wenigen Kreuzfahrtschiffen angelaufen werden. Der Service in allen Bereichen des Schiffes war einfach nur amazing. Ich freue mich schon heute auf eine nächste Kreuzfahrt mit Azamara Club Cruises®, ein Produkt, welches ich jetzt absolut auf dem Schirm habe.

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Brina Stein
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Brina Stein - Kreuzfahrtautorin - ist seit über 17 Jahren auf den Meeren dieser Welt unterwegs. 2012 verband sie das Reisen mit dem Schreiben und ist seitdem auch als Autorin auf dem maritimem Büchermarkt zu finden. Brina lebt im Taunus, ist aber auch häufig in ihrem Heimathafen Travemünde anzutreffen, im dem sie aufgewachsen ist.
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