Donausonate mit MS Amelia – Teil II

MS Amelia / Foto: madle-fotowelt

Donausonate – MS Amelia – Phoenix Reisen – Teil II

Im zweiten Teil unserer Donausonate geht es weiter donauabwärts bis Budapest. Wir klären auf, was ein Grillteller mit einer Bustour gemeinsam hat. Donauaufwärts nehmen wir Euch mit, über Bratislava und Melk, an den Start unserer Reise in Passau.

Von Esztergom bis Melk

Donausonate – Esztergom und Budapest – Tag 4

06:45 Uhr – ‚Die Vögel zwitschern und tanzen am blauen Himmel.‘ „Hallo, ich bin Nils …“ Ein neuer Tag begann.

Ausflug Donauknie

Am Morgen erreichten wir die ehemalige Hauptstadt Ungarns, Esztergom. Wir verließen die MS Amelia bei schönstem Frühlingswetter und begannen unseren Busausflug durch das Donauknie. Zunächst besichtigten wir die Sankt-Adalbert-Kathedrale von innen und außen, während unser Schiff weiter nach Budapest fuhr. Hoch über der Donau begannen 1822 die Bauarbeiten dieser größten Kirche Ungarns. Die Bauzeit betrug 40 Jahre. Die Geschichte der Kathedrale reicht zurück bis ins Jahr 1001 n.Chr., als der ungarische König Stephan die erste Kirche errichtete. Heute ist sie Sitz des Erzbischofs und Zentrum der römisch-katholischen Kirche Ungarns.
Wir fuhren weiter entlang der Donau und stoppten an einem Aussichtspunkt. Hier bot sich ein unvergesslicher Blick über das Donauknie.

Donauknie / Foto: madle-fotowelt

Das auf den Tourismus ausgerichtete, bezaubernde Städtchen Szentendre, mit seinem barocken Stadtbild und den bunten Häusern bildete den Schlusspunkt dieser Tour, bevor wir in Budapest wieder die MS Amelia sahen.

Tipp: Hier ungarischen Paprika und Souvenirs kaufen. Auch wenn Ungarn in der EU ist, wurde die Währung nicht umgestellt. Die meisten Geschäfte nehmen aber hier den Euro, mit einer Umrechnung von 300:1 (300 Forint-HUF = 1 Euro). In Budapest bezahlt ihr für dieselben Dinge mehr.

Schnell verflogen die Stunden und wir waren zum Mittagsessen wieder an Bord. Der fliegende Wechsel bescherte den Kellnern in den Restaurants etwas Stress, denn einige Gäste waren leider sehr, sagen wir mal, unentspannt. Aber wir haben Hochachtung vor ihrer Leistung. Sie sind stets freundlich und geben wirklich alles, um jeden zufrieden zu stellen.

Grillteller mit dem Bus oder wenn die Stadtrundfahrt zum Genuss wird

Tour 2 an diesem Tag. Man kennt es – kommt man zum ersten Mal in ein Restaurant, isst man einen Grillteller, um die Speisen kennen zu lernen. Bei Kurzbesuchen in einer Stadt unternimmt man zumeist eine Stadtrundfahrt, um als ortsfremder möglichst viel zu sehen und Informationen zu erhalten. Im Nachhinein kommt dann des Öfteren die Erkenntnis – es gab zwar viel zu sehen, doch man ist übersättigt mit Informationen.

Nicht so in Budapest. Der Name unsere Stadtführerin war Erika. Erika, eine ungarische Urgestalt, begann die Fahrt mit den Worten: „Verzeihen sie meine Grammatikfehler. Ich hatte noch keinen Schnaps. Sollte ich zu viel, zu wenig oder dummes Zeugs berichten, ist das meinen Wechseljahren geschuldet …!“ Damit hatte sie bereits alle Lacher auf ihrer Seite. In klar verständlichem Deutsch, mit ungarischem Akzent, begannen ihre Ausführungen. Die trockene Art, die Informationen wiederzugeben entfaltete eine Eigendynamik, eine Komik, welche die Fahrt zu einem echten Event machte.

Budapest besteht aus zwei Teilen. Buda (Berg) bildet den Bereich westlich der Donau, Pest (Aussprache: ‚Pescht‘, weil es nichts mit der Krankheit Pest zu tun hat) den östlichen.
Unser erstes Ziel war das Burgviertel (ungarisch: Várnegyed) auf der Buda-Seite, mit der Fischerbastei (ungarisch: Halászbástya) und der Matthiaskirche (ungarisch: Mátyás templom). In der spätgotischen römisch-katholischen Matthiaskirche, auch Krönungskirche genannt, wurden unter anderem das ungarische Königspaar Franz Joseph I und Elisabeth (Sisi) gekrönt. Ihre wechselhafte Geschichte geht bis auf das Jahr 1000 n.Chr. zurück.

Die Fischerbastei – Architekt Frigyes Schulek – wurde um 1900 an Stelle des mittelalterlichen Fischmarkts erbaut. Der Name rührt von der Fischergilde, für die die Bastei errichtet wurde. Im Mittelalter hielten hier die Fischer Markt und verteidigten ihr Gebiet.

Budapest / Foto: madle-fotowelt

Um ins und auf das Bauwerk zu kommen, fallen in der Hauptsaison (April bis September) Eintrittsgelder an. Außerhalb dieses Zeitraums ist der Eintritt frei.
Eintritt für die oberen Türme: 700.00 HUF (3,50 €); ermäßigt: 350.00 HUF (1,25 €); freier Eintritt für Schüler und Studenten.
Öffnungszeiten: März-April: 9.00 bis 19.00 Uhr; Mai-Oktober: 9.00 bis 20.00 Uhr.

An der Bastion steht eine bronzene Reiterstatue von König Stephan I. dem Heiligen. Er verbreitete das Christentum in Ungarn. Von den Aussichtspunkten (ohne Eintritt) hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt, die Donau und man sieht auch das imposante Parlament auf der gegenüberliegenden Flussseite.

Auf dem Rückweg zum Bus gingen wir über die nahe Stadtmauer (Tóth Árpád stny.) Über die Allee mit japanischer Zierkirschbäumen, mit ihren blühenden rosa – überfüllten Blüten, kamen wir am Palace Royal (Palast / Historisches Museum mit ungarischer Kunstsammlung) mit der Turul-Statue (ungarisch: Turul szobor) vorbei.

Wer nicht mit einem Reisebus kommt oder zu Fuß den Berg erklimmen möchte, kann auf den Minibus, die U-Bahn oder die Standseilbahn (ungarisch: Budavári Sikló) ab/ bis Donauufer ausweichen.
Unsere Stadtrundfahrt endete nach drei Stunden mit den Highlights von Pest.

Unser Fazit – Tipp: Für den Erstbesuch der Stadt unbedingt eine Rundfahrt buchen. Die Bauwerke und die Geschichte sind zu vielfältig, als dass man sie ‚auf eigene Faust‘ bewältigen kann. Dazu kommt, dass Ungarisch, für uns, eine verdammt schwere Sprache ist.

Am Abend startete der Ausflug Musik und ungarische Schmankerl – ‚Budapest bei Nacht mit Folklore‘. Wir nahmen hierran nicht Teil, doch war die Resonanz bei den Gästen durchweg positiv. Zitat: „Wir erlebten Traditionen, welche man so nur aus dem Fernsehen kennt.“

Donausonate – Budapest – Tag 5

06:45 Uhr – ‚Die Vögel zwitschern …‘ „Hallo, ich bin Nils …“

Bis zum Mittag sollte die MS Amelia noch in Budapest liegen.

Wir nutzten die Zeit und erkundeten das Donauufer der Pester-Seite. Über die berühmte grüne Kettenbrücke (ungarisch: Széchenyi Lánchíd) gelangten wir auf die andere Seite der Donau. Hier am Ufer befindet sich eine katholische Kirche/ Paulinerkirche (ungarisch: Gellért Hill Cave, Pálos kolostor), die in den Fels gehauen wurde.  Von dieser Seite hatten wir einen schönen Blick auf die Schiffsanleger und die MS Amelia. Zurück auf der Pester-Seite besuchten wir die große Markthalle (ungarisch: Nagy Vásárcsarnok). Das renovierte neugotische Gebäude beherbergt im Erdgeschoss vorwiegend Lebensmittelstände, welche vom Angebot her mit einem Wochenmarkt vergleichbar sind. Auf den oberen Galerien haben Touristen alle Möglichkeiten, sich mit Souvenirs einzudecken. Ein Besuch ist empfehlenswert. Das Angebot grenzt aber an Reizüberflutung.
Die Brücke und der Markt sind in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen.
Ihr habt es bemerkt, wir haben teilweise die ungarische Schreibweise hinzugefügt. Hier findet man keine deutschen oder englischen Straßenschilder und eine Orientierung ist, ohne Plan, schwer.

MS Amelia in Budapest / Foto: madle-fotowelt

Nach unserem Foto- und Einkaufsbummel legten wir um 14:00 Uhr ab und nahmen Kurs auf das 222 Flusskilometer entfernte Bratislava. Der strahlend blaue Himmel rückte Budapest nochmals in eine perfekte Stimmung. Vorbei am neu renovierten Parlament, sahen wir das Donauknie auch von der Wasserseite und entspannten uns bei diesem Anblick.

Das ungarische Parlament – Palace Of Parliament Hungary (ungarisch: Országház) beherbergt z. B. ein Besucherzentrum (ungarisch: Országház Látogatóközpont) und eine öffentliche Bücherei – Library of the Hungarian Parliament (ungarisch: Országgyűlési Könyvtár).
Eintritt Besucherzentrum: Erwachsene 3500 HUF (11,50 €), Kinder und Studenten 6 bis 24 Jahre 1900 HUF (6,30 €), unter 6 Jahren kostenfrei.
Öffnungszeiten: April – Oktober, Mo – So 8.00 Uhr – 18.00 Uhr.
November – März, Mo – So 8.00 Uhr – 16.00 Uhr.

Am späten Nachmittag lud Kapitän Zoltan Barbalies die Gäste ein, die Brücke zu besichtigen. Hierfür war eine Anmeldung erforderlich. Fragen zum Schiff, den Instrumenten, der Navigation uvm. wurden ausführlich beantwortet.

Nach dem Abendessen hieß es im Salon „Viel Glück beim Bingo.“ Die Lounge war voll besetzt und das Interesse groß. Unser Kreuzfahrtleiter, Uli Deiß, verteilte großzügig die gewonnenen Preise. Tassen, Bücher, Rucksäcke, Schirme und mehr. Es sind zuweilen Kleinigkeiten, welche große Freude verbreiten, war unser Gedanke, während wir unsere Notizen sammelten.

Donausonate – Bratislava – Tag 6

06:45 Uhr – ‚Die Vögel zwitschern …‘ „Hallo, ich bin Nils …“

Grillteller ohne Würze – Stadtrundfahrt

Am Morgen erreichten wir Bratislava, die Hauptstadt der Slowakei. Nach dem Frühstück hatten wir nochmals einen ‚Grillteller‘ gebucht oder anders gesagt, wir nahmen an der Stadtrundfahrt teil.

Unser erstes Ziel war die Burg Bratislava (slowakisch: Bratislavský hrad). Diese Hrad erreichten wir mit der roten Bimmelbahn.  Die Geschichte der Burg geht auf die Römer zurück, welche an dieser Stelle im Jahre 9 nach Chr. eine Befestigung errichten wollten, doch noch vor der Umsetzung wurden sie von den Germanen wieder verdrängt. Die erste Befestigung wurde von den Slawen im 9. Jahrhundert errichtet. Im 17. Jahrhundert wurde die Burganlage zu ihrem heutigen Aussehen ausgebaut und in den Jahren 1953 bis 1968 saniert. Für kurze Zeit diente sie dem slowakischen Präsidenten als Regierungssitz (1993 – 1996). Heute wird sie als Museum und Repräsentationsgebäude genutzt.

Erlebbarer wird die Geschichte in der Altstadt von Bratislava. Leider sind noch immer viele Gebäude in der Stadt nicht renoviert. Das barocke Michaelertor (Michalská brána), das mit 1,3 m schmalste Haus Europas, das Alte Rathaus (Stará radnica) und auch die Sankt-Elisabeth-Kirche (Kostol svätej Alžbety) zeugen von der bewegten Geschichte und den vielfältigen kulturellen Einflüssen. Auf dem 1.  nahen Hauptplatz befindet sich das slowakische Nationaltheater (Slovenské národné divadlo). Davor prangt der Ganymedesbrunnen (Ganymedova fontána). Am 2. Hauptpatz, in der Altstadt, befinden sich beispielsweise das alte Rathaus (Stará Radnica), welches ein Museum mit Exponaten zur Stadtgeschichte Bratislavas beherbergt. Der Maximilianbrunnen (Maximiliánova fontána) ist das zentrale Element. Neben dem Museum kommt man durch einen schmalen Gang zum Primate’s Square mit dem Primatialpalais (Primaciálny palác), einem eleganten Palast und Konzerthalle aus dem 18. Jahrhundert. Das Herz bildet der Brunnen Fontána sv. Juraja im Innenhof.

Auf unserem Weg begegneten wir auch lustigen Gestalten. Der stehende Gaffer und der der aus einem Gullideckel herausragende Gucker sind beliebte Fotomotive.

Bratislava / Foto: madle-fotowelt

Wer nicht unbedingt die Burg aus der Nähe sehen möchte, ist mit einem Ausflug ‚auf eigene Faust‘ bestens bedient. Die Altstadt ist absolut sehenswert, gleichwohl überschaubar und liegt in unmittelbarer Nähe der Anlegestellen. Ein Bild der Burg lässt sich vom Fluss aus wesentlich besser einfangen.

Die asymmetrische Schrägseilbrücke Most SNP (Brücke des slowakischen Nationalaufstandes), in Sichtweite des Anlegers, beherbergt in 80 Meter Höhe ein Restaurant. Weitere 10 Meter in der Luft kann man sich den Wind um die Nase wehen lassen und die Stadt überschauen. Sicher ein wunderbarer Photopoint. Leider hatten wir nicht die Zeit, in den Genuss zu kommen.

Wir verließen Bratislava und nahmen Kurs auf Melk, 167 Flusskilometer stromaufwärts.

Kapitäns-Dinner und Gala-Abend

Der Abend startete an diesem Tag mit dem Kapitänsempfang. Crew und Gäste hatten sich förmlich gekleidet. Die nautische Besatzung wurde durch den Kapitän vorgestellt, den Hotelbereich moderierte der Hotelmanager Knut Breidenbach. Beide hoben das Engagement der Crew-Mitglieder hervor, was durch heftigen Applaus der Gäste bestätigt wurde. Hierzu später mehr.

Zwölf Besatzungsmitglieder fehlten jedoch. Zum einen der Mann, welcher gerade das Ruder hatte und zum anderen die Küchen-Crew. Letztere sollten wir später kennen lernen.

Waren die Menüfolgen der bisherigen Tage bereits sehr gut, übertraf sich die Küche an diesem Abend selbst. Den Abschluss bildete die Präsentation der Eistorten mit brennenden Wunderkerzen. Sozusagen – das Traumschiff zum Anfassen.

Für das Abendprogramm war die Sängerin Lena Krommrei an Bord gekommen und bezauberte die Gäste mit Liedern aus den Bereichen Schlager, Musical, Jazz und Chanson. Danach übernahm Lazi wieder das Zepter und spielte Tanzmusik, bei der die Gäste wieder ihr Tanzbein schwangen.

Donausonate – Melk – Tag 7

06:45 Uhr – ‚Die Vögel zwitschern …‘ „??? …“ und die Sonne lacht!

Noch bevor wir um 07:30 Uhr das Städtchen Melk erreichten, gab es beim Frühstückbuffet nur ein Thema. Was war mit dem kleinen Nils? Es stellte sich heraus, dass es ein technischer Fehler war. So lapidar es erscheinen mag, die Gäste hatten sich an das morgendliche Ritual gewöhnt und es sehr schätzen gelernt.

Die Stadt Melk, das Tor zur Wachau, war das Ziel des Tages. Auf die Stadtrundfahrt verzichteten wir und marschierten auf eigene Faust los. Vom Anleger bis zum Ort kommt man zu Fuß entspannt in ca. 15 Minuten. Am Ortseingang befindet sich ein Meeting-Point. Fünf Sitzplätze mit USB-Anschlüssen zum Verweilen und laden der Geräte. Der Strom wird hierbei über ein Solarmodul eingespeist. Wir finden, dass es so etwas häufiger in den Städten geben sollte.

Der Ort selbst ist überschaubar und der Ortskern eine Fußgängerzone. Seine Cafe´s und Gassen laden zum Verweilen und Flanieren ein. Imposant thront der Benedektinerstift über der Stadt. Über den Ortskern kann man fußläufig, über eine Treppe (den Stiftsweg hoch – insgesamt ca. 100 Meter), zum Stift gelangen. Natürlich führt auch eine Straße hinauf, ist aber 400 Meter weiter (ab Stiftsweg).

Das Kloster wurde 1089 gegründet und ununterbrochen von Benediktinermönchen bewohnt.

Im 18. Jahrhundert errichtet und gilt als Wahrzeichen der Wachau. Die Anlage beeindruckt, nicht nur durch ihre Größe. Nimmt man sich etwas Zeit, erschließen sich beeindruckende Fresken und Skulpturen. Der Rundgang beinhaltet die Kaiserstiege, den Kaisergang, das Stiftsmuseum in den ehemaligen Kaiserzimmern mit dem Titel „Vom Gestern ins Heute“, den Marmorsaal, die Altane, die Stiftsbibliothek und Stiftskirche.

Stift Melk / Foto: madle-fotowelt

Öffnungszeiten: April bis Oktober: 9.00 – 17.30 Uhr (Einlass bis 17 Uhr)
Führungen für Individualreisende täglich zur vollen Stunde ab 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr.
Eintritt: Ohne Führung: 12,50€, mit Führung: 14,50€.
Schüler, Studenten (bis 27 Jahre, mit Ausweis) ohne Führung: 6,50€, mit Führung: 8,50€
Familienkarte (Eltern und ihre Kinder bis 16 Jahre): ohne Führung: 25,00€,  mit Führung: 29,00€
Mit der Eintrittskarte zur Stiftsbesichtigung sind auch die Nordbastei (ganzjährig) und der Stiftspark (von 1. 5. bis 31. 10.) ohne zusätzlichen Aufpreis zugänglich.

Der angeschlossene Klostergarten mit dem barocken Gartenpavillon kann von Mai bis Oktober besucht werden. Die Nordbastei mit dem Wachaulabor ist ganzjährig geöffnet. Die sehr gepflegte weiträumige Anlage ist hierbei sehr sehenswert und bietet viele Themenbereiche.

Eintritt, sofern kein Ticket für das Stift gekauft wurde: Erwachsene: 4,50€, Studenten 3,50€, Kinder (6-16 J.): 1,00€.

Der Stift beherbergt das öffentliche Stiftsgymnasium der Benediktiner mit über 900 Schülerinnen und Schülern und bietet vielfältige kulturelle Angebote und Veranstaltungen.
Der Stopp in Melk ist mit fünf Stunden vielleicht etwas kurz bemessen, doch die Zeit ist ausreichend um die Stadt und den Stift zu besuchen und zu erkunden.

Um 13:00 Uhr hieß es Leinen los auf die letzten 188 Flusskilometer bis Passau.

Am Abend erläuterte Kreuzfahrtleiter Uli Deiß den Gästen, wie die Ausschiffung am kommenden Tag abläuft, damit sich alle darauf einstellen konnten. Beruhigt und aufgeklärt ging es zum letzten Abendessen.

Insgesamt ist es an diesem Abend sehr ruhig auf dem Schiff – eine Good-bye Stimmung wie wir fanden.

Donausonate – Abreise und Resümee

06:45 Uhr – ‚Die Vögel zwitschern …‘ „Hallo, ich bin Nils …!“

Ein letztes Frühstück und schon ging es von Bord. Nein – so einfach war es nicht. Die Koffer wurden verladen bzw. vor dem Schiff sortiert nach Gruppen aufgestellt. Dafür bekamen wir verschiedenfarbige Kofferanhänger. Die gesamte Crew packte, wie immer, zusammen an.

Strukturiert wurden nacheinander die Gruppen aufgerufen: Die Bahnreisenden, die Reisegruppen, die individual Reisenden und die Gäste mit PKW. So kam es zu keiner Zeit zu Staus an der Gangway und die Reise nahm einen entspannten Abschluss.

Wir blicken zurück auf eine eingespielte, engagierte, super nette, hilfsbereite und motivierte Crew.

Die Kabinen-Crew arbeitete quasi im Verborgenen und richtete täglich mehrfach die Räumlichkeiten.

Die Service-Kräfte stellten sich als Team dar. Selbst wenn es an einem Tag nicht ganz glatt lief, waren die Einschränkungen am nächsten Tag behoben. Das spricht aus unserer Sicht für eine intensive Selbstreflexion innerhalb der Teams.

Der Service an der Bar lief vom frühen Morgen bis in die Nacht. Stets zuvorkommend und freundlich wurden die Gäste bedient, auch wenn es am Abend zuweilen an die Grenzen der Belastbarkeit ging.

Die Küche arbeitete im Verborgenen bis an ihre Grenzen, um die 5 Mahlzeiten auf den Tisch zu bekommen.

Auch Hochachtung und Dank den Mitarbeitern, die man selten zu Gesicht bekam die Wäscherei, die Tellerwäscher, das Personal im Technikbereich und wen wir evtl. in der Aufzählung vergessen haben.

Ob Küchenpersonal, Service- und Kabinenpersonal, Hotelmanager, Reiseleiter oder Technikcrew, jeder von ihnen packte an, wo er gebraucht wurde. Da war der Hotelmanager Knut Breidenbach, der sich die Schürze umband und Suppe austeilte, der Restaurantmanager Thomas Kirchgäßner, der den Müll von Bord brachte oder der Küchenchef Francisco Guedes, der die Vorräte über die Bordwand hob.

Fehler geschehen. Auf dieser Reise jedoch keine, welche wir hier für berichtenswert erachten. Ein freundlicher Hinweis wird gern angenommen. Der Ton macht die Musik.

Für die Besatzung bedeutet unsere Abreise, dass die neuen Gäste in Kürze an Bord gehen. Für uns, die wir diese Zeilen geschrieben haben, geht eine spannende, entspannte, emotionale und lehrreiche Woche zu Ende.

Was noch zu sagen wäre. Die Kleidung an Bord ist leger. Das heißt trotzdem, dass die Jogginghose im Koffer bleiben sollte. Zum Abschiedscocktail und zum Gala Abendessen trugen einige Herren Jackett und einige Damen Kleider und schicke Blusen. Die Krawatten, Fliegen und Abendkleider können getrost zu Hause bleiben.

Wir wünschen der Besatzung der MS Amelia allzeit gute Fahrt, mehr als eine Handbreit Wasser unterm Kiel und tolle Gäste.

Abendstimmung an der Donau / Foto: madle-fotowelt

Daten zur MS Amelia / Phoenix Reisen Bonn

Länge: 135 m

Breite: 11,4 m

Tiefgang: 1,6 m

Reisedatum: 13.4.2019 – 20.4.2019

Besatzung: 54 Crewmitglieder aus 12 Nationen, davon 46 im Hotel- und 8 im nautischen Bereich

Passagiere: max. 220; Bei dieser Reise 203 Gäste; alle Kabinen belegt

Reederei: Scylla AG

Hotelbetrieb: sea chefs

Regelmäßige Mahlzeiten

Frühaufsteher Buffet in der Lounge

Frühstücksbuffet

süßes Frühstück für Spätaufsteher

Mittagsbuffet in der Lounge

Mittagsmenü in den Restaurants

Kaffee & Kuchen in der Lounge

Abendmenü in den Restaurants

Late Night Snacks in der Lounge

  • detaillierte Bildergalerien der MS Amelia und der Donausonate findet ihr >>>hier<<<

Donausonate – das Reisevideo

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Jürgen Scholüke

Jürgen Scholüke

Anett und Jürgen Scholüke sind seit 2009 das Team madle-fotowelt aus Buxtehude. Ihr Aufgabengebiet liegt im Foto- und Videobereich, unter anderem auch im Kreuzfahrtsektor. Zahlreiche Berichte aus dem Großraum Hamburg sind in den letzten Jahren für Online- und Printmedien entstanden.
Jürgen Scholüke