Donausonate mit MS Amelia – Teil I

MS Amelia / Foto: madle-fotowelt

Donausonate – MS Amelia – Phoenix Reisen – Teil I

Das Team von madle-fotowelt war für Cruisestart.de auf der Donau unterwegs. In I Teil unserer „Donausonate“ berichten wir vom Bordleben und nehmen Euch mit bis in die österreichische Landeshauptstadt Wien.

850 km bis zum Ziel – Von Passau bis Wien

Winterwunderland

Zur Kreuzfahrt ab Hamburg haben wir normal einen kurzen Weg, denn Hamburg liegt um die Ecke. Dieses Mal ging es aber auf den Fluss, die Donau. Ziel unserer Reise war die Drei-Flüsse-Stadt Passau. Der Wetterbericht hatte Temperaturen um den Gefrierpunkt mit Regen und Schneeschauer angekündigt, also typisches Aprilwetter. Wir hatten entschieden, mit dem PKW zu fahren und starteten in der Nacht um 03:00 Uhr, bei klarem Himmel und trockenen Straßenverhältnissen. Doch so sollte es nicht bleiben. In der Magdeburger Börde erwartete uns starkes Schneetreiben und bei Sonnenaufgang durchfuhren wir eine frisch gezuckerte Winterlandschaft. Trotz dieser Widrigkeiten verlief die Reise planmäßig und je näher wir Passau kamen, desto mehr verzogen sich die Wolken.

Parkservice und gebuchter Transfer

Wir erreichten unser Ziel um 11:30 Uhr. Über die Reederei hatten wir den Parkservice von der Globus Group mit Transfer gebucht. Zur Wahl standen Parkhaus und Stellplätze auf Freiflächen. Unsere Entscheidung fiel auf das Letztere.

Bei der Ankunft standen freundliche und zuvorkommende Einweiser bereit, welche den weiteren Ablauf erklärten. Derart durchorganisiert hatten wir es nicht erwartet. Witz und Humor fehlten dabei nicht und so verwiesen die Mitarbeiter die ankommenden Fahrzeuge auf Kurzparkplätze. Das Gepäck nahm man uns am Auto ab und wurde in Transporter verladen. So konnten wir die Formalitäten am Counter stressfrei erledigten. Lange Wartezeiten gab es hier nicht, da die Anzahl der Kurzparkplätze begrenzt war. Überzählige PKW warteten vorübergehend am Straßenrand und wurden durch die Einweiser der Reihenfolge nach aufgerufen.

Mit der Stellplatzzuweisung fuhren die PKW weiter ins Parkhaus, auf dem gleichen Gelände und die ‚Freiparker‘ reihten sich hinter dem Transferbus ein.

Als der Bus voll besetzt war, fuhr dieser mit der Kolonne im Schlepptau zu den ca. 500m entfernten Parkflächen. Die PKW Besitzer stellten ihre Fahrzeuge in der umzäunten Fläche ab und stiegen dann in den Bus.

Tipp: Die Reiseteilnehmer sollten sich bereits bei Abfahrt alle, bis auf den Fahrer, in den Bus begeben. So stellt man sicher, dass man auch einen Platz findet. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Bus überfüllt losfährt.

Globus Group / Foto: madle-fotowelt

Flexibilität

Die Abfahrt der MS Amelia war für 15:30 Uhr geplant. Da wir sehr zeitig vor Ort waren, schlug die Busfahrerin vor, uns in der Stadt abzusetzen und uns später wieder abzuholen. Alle Fahrgäste nahmen den Vorschlag an und so hatten wir unerwartet die Gelegenheit für eine kleine Stadtrundfahrt und zwei Stunden, Passau zu erkunden. Wir stiegen am alten Rathaus aus und genossen einen Kaffee im Biergarten unter strahlend blauem Himmel. Die Hügelfestung war in diesem Bereich das markanteste Bauwerk jenseits der Donau. Auf dem Fluss gaben sich die Kreuzfahrt- und Ausflugsschiffe ein Stelldichein. Bei einem kleinen Rundgang erhielten wir bleibende Eindrücke der Kunstszene im Bereich Residenzplatzes und der Großen Messergasse. So verrann die Zeit wie im Fluge und der Bus stand pünktlich, wie angekündigt bereit, um uns zur MS Amelia zu bringen. In wenigen Minuten brachte er uns an den ca. 3 km entfernten Startpunkt unserer Reise.

Donausonate – MS Amelia

Boarding

Die Anleger im Flusskreuzfahrt-Bereich verfügen über keine Cruise Center, wie sie im Hochseebereich üblich sind. Sie sind lediglich durch Pontons und die großzügigen Anfahrtsbereiche für Busse und Taxen erkennbar.

Bei unserer Ankunft in Passau lag die MS Amelia gemeinsam mit einem anderen Schiff im Verbund, ein sogenanntes Päckchen. Ein freundlicher junger Mann nahm uns in Empfang. Über das erste Schiff gelangten wir an Bord unseres Schiffes. Eine nette männliche Stimme im Außenlautsprecher lud die Gäste in die Lounge ein. Zur Ankunft gab es in diesem Bereich ein Kaffeebuffet mit diversen Kuchen, Torten und Sandwiches. Hierdurch wurde die Wartezeit bis zum Check-In optimal überbrückt.

Nach und nach kamen alle Gäste an. Während im Hintergrund die Crew bereits die Koffer verteilte, begann das eigentliche Boarding. Es wurde jeweils ein Block von Kabinennummern aufgerufen, welche sich an der Rezeption registrieren konnten. Hierdurch war gewährleistet, dass es zu keinen langen Wartezeiten kam.

Kabine 339 – Oriondeck

Unser Kabinensteward, Bagus, stellte sich vor und geleitete uns zu unserem „Hotelzimmer“ der nächsten Tage. Die Kabine war geräumig und hell. Der französische Balkon gestattete eine schöne Sicht auf die Donau. Zur Ausstattung zählten zwei zusammen gestellte Betten, Flachbildschirm, Stuhl, Hocker, Telefon, Minibar, Tresor, Schreibzeug, Kataloge und so ‚kleine‘ Dinge, wie Schuhlöffel, 2 Schirme, genügend Kleiderbügel und Flaschenöffner…!

Das Bad verfügte neben dem WC und der Dusche über einen Kosmetikspiegel und ansprechende Armaturen. Zahnputzgläser, Kosmetiktücher, Handtücher, Waschlappen, Seife und Shampoo waren vorhanden. Für den Strom musste in der Kabine keine Karte ins Lesegerät gesteckt werden, so dass Handy und co. unabhängig vom Kabinenaufenthalt geladen werden konnten.

Für die Ausflüge standen Funkempfänger bereit. Die zugehörigen Kopfhörer erhielten wir später an der Rezeption. Aus hygienischen Gründen waren die Kopfhörer Einwegartikel. Sie waren zum Verbleib bei den Gästen bestimmt. Diese Empfänger kannten wir so noch nicht, sollten uns jedoch während der Ausflüge eine große Hilfe werden.

Kabiene 339 / Foto: madle-fotowelt

Sicherheitseinweisung, Crewvorstellung und ein besonderer Service

Um 16:30 Uhr wurde die Sicherheitseinweisung in der Lounge durchgeführt. Anders als auf Hochseeschiffen, gibt es auf den Flussschiffen keine Rettungsboote, gleichwohl jedoch Rettungswesten. Wie üblich finden sich die Passagiere bei einem Alarm am angegebenen Sammelpunkt ein. Dieser ist jedoch Situationsabhängig. Üblicherweise befindet er sich auf dem Sonnendeck. Bei einem Alarm am Anleger, kann dieser jedoch auch unter Deck liegen. Es wird in diesem Fall explizit angesagt.

Der Hotelmanager Knut Breidenbach machte die Gäste in kurzen, prägnanten und gut verständlichen Sätzen mit den Sicherheitsregeln vertraut.

Gut geplant empfanden wir die Crewvorstellung zu Beginn der Reise. So waren von Anfang an alle Ansprechpartner bekannt. Ob Kapitän, Hausdame, Restaurantmanager oder Küchenchef, alle waren vertreten und stellten sich den Fragen der Gäste.

Interessierte lauschten im Anschluss den ausführlichen Erläuterungen des Kreuzfahrtleiters Uli Deiß zu den angebotenen Ausflügen und Highlights der Reise. In seinen Worten schwang eine tiefe Fachkompetenz, welche in unseren Köpfen Bilder erzeugten, als würde man ein Buch lesen und die Szenen gedanklich zu einem Film werden. Wir fragten uns, ob wohl unser Kopfkino der Realität gerecht werden würde?

Am Ende der Ausführungen wurde ein weiterer Service vorgestellt. Passagiere mit Allergien oder welche eine spezielle Diät benötigen, konnten sich mit dem Küchenchef zusammensetzten. Sie konnten ihr Anliegen vortragen, welchem dann Rechnung getragen wurde. Mit einem Willkommens-Cocktail endete die Veranstaltung.

Abendessen

Ab 19:00 Uhr stand das Abendessen auf dem Programm. In den Restaurants herrschte freie Tischplatzwahl. Das á la carte Menü beinhaltete fünf Gänge. Auf den Tischen stand frisches Brot mit jeweils zwei Aufstrichen bereit. Zur Auswahl in der Karte gab es jeweils mindestens zwei Vorspeisen, zwei Suppen, drei Hauptgerichte (davon einmal vegetarisch) und zwei Nachspeisen.

Öffentliche Bereiche

Bevor nun der eigentliche Reisebericht beginnt, stellen wir kurz die öffentlichen Bereiche vor. Die MS Amelia verfügt über vier Gästedecks, das Sonnen-, Orion-, Saturn- und Neptun-Deck.

Atrium

Das zentrale Element des Atriums bildet der Kronleuchter. Vom Neptun-Deck lediglich durch den Treppenaufgang sichtbar, ist er zentrales Element des großen Freiraumes auf den Saturn- und Orion-Decks. Im Atrium auf dem Saturndeck befindet sich die Rezeption, der Counter des Kreuzfahrtleiters, ein kleiner Shop mit Schmuck, Taschen, Tüchern und ein öffentliches WC. Dieses ist mit Frotteetüchern ausgestattet, ein eindeutiges Plus in unseren Augen. In den gesamten öffentlichen Bereichen stehen Desinfektionsspender zur Verfügung. Leider gingen viele der Gäste achtlos daran vorbei.

Atrium MS Amelia / Foto: madle-fotowelt

Restaurants

Die MS Amelia verfügt über drei Restaurants. Wachau & Loreley sind hierbei die Hauptrestaurants im Bugbereich auf dem Saturn- und Neptun-Deck. Darüber hinaus steht das Lido Grill Restaurant (ohne Aufpreis, aber reservierungspflichtig) am Heck des Orion-Decks abends für die Gäste zur Verfügung.

Bars

Die großzügige Lounge befindet sich am Bug der MS Amelia auf dem Orion-Deck. Hier findet auch das Abendprogramm statt und lädt zum Verweilen, Tanzen und feiern ein. Ein Halbdeck darunter, weiter nach vorn zum Bug schließt sich der gemütliche Bar-Bereich an.

Spa

Die MS Amelia verfügt auf dem Neptun-Deck über einen kleinen Fitnessraum mit einem Laufband und zwei Fitnessrädern. Darüber hinaus ist dort ein kleiner, aber gemütlicher Saunabereich mit einem Duschraum vorhanden.

Donausonate – die Reise

Von Passau nach Dürnstein – Tag 1

Pünktlich um 15:30 Uhr hatte die MS Amelia Passau verlassen und nahm unter dem Kommando von Kapitän Hans Waba Kurs auf Dürnstein in Österreich. Der blaue Himmel war einem Grau gewichen. Auf dem Fluss herrschte an diesem Apriltag, bei nur mäßigen Temperaturen, ein starker Wind. Mit warmen Jacken konnte man jedoch an Deck die Ruhe der Donau genießen. Dafür ist der Bereich hinter der Brücke, mit Glaswänden an Steuer- und Backbord, gut geeignet. Die Donausonate hatte begonnen.

In 16 Stunden wurden 217 Flusskilometer zurückgelegt und fünf Schleusen, mit einem Gesamthöhenunterschied von 64 m passiert.

Kurz vor Mitternacht durchfuhren wir die Stadt Linz in Österreich, mit der bunt beleuchteten Skyline.

Der Tag war lang, das Bett hatte schon gerufen. Vor dem Schlafen gehen warfen wir noch einen Blick in das Programm des Folgetages. Dieses lag griffbereit auf dem Bett. „06:45 Uhr – Guten Morgen MS Amelia“ – na, dann Gute Nacht! Was sollte es damit auf sich haben?

Dürnstein und Passage nach Wien – Tag 2

06:45 Uhr – Vogelgezwitscher flutete unsere Kabine. Nicht laut oder aufdringlich, eher wie ein erwachen im Wald an einem Sommermorgen. Es folgte eine Folge des ‚kleinen Nils‘ und seichte Morgenmusik. Eigentlich ist man im Urlaub zu dieser Uhrzeit noch müde und möchte schlafen, doch hier wurde man auf angenehmste Art und Weise in den Tag begleitet.

Wir hatten Dürnstein erreicht und starteten mit dem Frühstück, im Restaurant, in den Tag. Das Frühstück war als Buffet aufgebaut. Wurst, Käse, frische Brötchen, Müsli, Rührei, Speck, Würstchen, Obst und vieles mehr, standen zur Auswahl. Eine Tischkarte gab darüber hinaus Auskunft, welche Speisen frisch direkt in der Küche bestellt werden konnten, wie z.B. eine Fischplatte. Ein Koch bereitete u.a. frische Omelette, Spiegeleier, Crêpes und anderes vor den Augen der Gäste im Halbdeck zu.

Offensichtlich wurde diese Karte während der gesamten Reise jedoch nicht von allen Gästen gelesen, denn vielen Gesprächen entnahmen wir, dass am Buffet der Fisch fehlte und somit das Frühstück nicht vollständig sei. Unser Hinweis, dass laut Karte eine Fischplatte frisch bestellt werden könne, hinterließ verwunderte Augen.

Nach dem Frühstück ging es für uns noch einmal auf die Kabine. Auf dem Bett saß ein Handtuchhase und wir mussten schmunzeln. Anscheinend hatte unser Steward Bagus doch bemerkt, dass wir einen Hasen und zwei Igel, nämlich die Buxtehuder Schlingel®, im Gepäck hatten. Sie erkunden die heutige Welt und werden auch eine kleine Geschichte schreiben.
Insgesamt sollten wir in den Folgetagen noch feststellen, dass auf den Service in den Kabinen sehr viel Wert gelegt wurde. Täglich nach dem Frühstück waren die Betten gerichtet und eine neue Überraschung wartete auf dem Bett. Nach dem Abendessen waren die Betten aufgeschlagen und ein kleines Betthupferl lag bereit.

In Dürnstein, zwischen Melk und Krems gelegen, lagen wir im „Päckchen“ mit zwei weiteren Flussschiffen. Eingebettet von hohen Weinbergen und den anfänglich lindgrünen Blättchen an den Bäumen lagen die Schiffe an der Anlegestelle in der Wachau. Trotz der nach wie vor sehr trüben Wetterbedingungen und Nieselregen gingen wir in den Ort.  Nur ca. 10 Minuten brauchte man zu Fuß vom Schiff in die mittelalterlichen Gassen Dürnsteins. Die Geschichte des Ortes geht bis auf das 11. Jahrhundert zurück. Im 13. Und 14. Jahrhundert erfolgte der Aufschwung der Burg und des Ortes Dürnstein. 1347 wurde der Ort erstmals als Stadt erwähnt. Die Burgruine thront bis heute über der Stadt.

Der Augustinerchorherrenstift liegt direkt im Zentrum unweit des Ufers. Es prägt die Silhouette des Ortes. 1372 wurde an dieser Stelle eine Kapelle erbaut und später erweitert. Der Umbau zum heutigen Stift erfolgte ab 1710.

Dürnstein / Foto: madle-fotowelt

Direkt nach dem Mittagsbuffet setzte die MS Amelia ihre Fahrt stromabwärts fort. Eine sechs stündige Passage durch die Wachau nach Wien war unser nächster Donauabschnitt. Höhepunkt hierbei war die Durchfahrt der Schleuse Greifenstein mit der gleichnamigen, oberhalb liegenden, Burgruine.

Für viele Gäste an Bord gab es nur ein Thema, die Vorfreude auf das Abendkonzert des Wiener Residenzorchesters. Da die Abfahrt zum Konzert sehr zeitnah zur Ankunft in Wien lag, hatte die Küche für die Teilnehmer das Abendessen vorverlegt, was wiederum sehr gelobt wurde.

Wir erreichten Wien bei nach wie vor düsterem kaltem Aprilwetter, gleichwohl war das Einlaufen nicht minder beeindruckend. Da die Flussbrücken in diesem Bereich sehr niedrig sind, wurden die Aufbauten an Deck und die Brücke abgesenkt. Die Crew achtete darauf, dass alle Gäste saßen.

Direkt nach dem Anlegen brachen die Konzertbesucher auf. Andere Gäste machten sich auf den Weg, den nur einen Kilometer entfernten Prater mit seinem schönen Riesenrad zu besuchen.

Die letzte Tour an diesem Tag, startete nach Sonnenuntergang – ‚Wien bei Nacht mit Hofburg‘. Die Rückkehrer dieses Ausfluges beendeten ihren Ausflug mit einem breiten Lächeln. Im Bus war das Mikrofon des Tourguides ausgefallen. Ersatzweise wurde Musik gespielt, welche wohl zu einer Partynacht in Wien gepasst hätte. Doch auch ohne Erklärungen war das visuelle Erlebnis beeindruckend, wie uns berichtet wurde. Nach einem geplanten Stopp hatte der Guide wieder ein funktionierendes Mikrofon und vermittelte viele Hintergründe zu Wien. Die Gäste dieser Tour wurden im Nachhinein für das Malheur finanziell entschädigt.

Donausonate – Wien bei Kaiserwetter – Tag 3

06:45 Uhr – In unseren Träumen liegen wir in einer Waldlichtung und schauen in den blauen Himmel. Die Vögel singen. „Hallo, ich bin Nils und bei meinen Opa steckt das Fieberthermometer fest …“ Mit einem Lächeln öffnen wir die Augen.

Die grauen Wolken waren verschwunden und die Sonne lachte von einem strahlend blauen Himmel über Wien. Gut gelaunt starteten die ersten Passagiere, nach dem Frühstück, zu ihren Ausflügen.

Skyline Wien / Foto: madle-fotowelt

Wir hatten für diesen Tag ein individuelles Programm geplant. Beschreibungen und nützliche Informationen zu jedem Stopp standen stets auf der Rückseite des Tagesplanes. Stadtpläne lagen an der Rezeption aus. Weiterhin wurde von Uli Deiß, dem Phoenix Kreuzfahrtleiter, am Tag zuvor bei der ‚Landgangsinfo‘ in der Lounge alles genau und locker erklärt. Seine Insider -Tipps waren unbezahlbar! Ob mit dem Hop On Bus (direkt am Anleger), Taxi oder mit der U- Bahn (5 Minuten-Weg) kam man schnell in die Stadt. U-Bahn Tickets gibt es am Automaten. Bitte abstempeln, es könnte sonst 120,-€ Strafe kosten! Die Straßenbahnen bezahlt man beim betreten.

Mit der U-Bahn ging es für uns in die Innenstadt. Unsere erste Station war der Stephansdom. Schon von außen beeindruckt dieses Monument im Herzen von Wien.

In einem der gemütlichen Kaffeehäuser machten wir eine Pause und tranken einen Verlängerten. Die Bezeichnungen für Kaffee in der Wiener Tradition sind sehr genau zu differenzieren. Wer kennt schon einen kleinen Schwarzen oder Braunen, Fiaker, Melange, verkehrter Kaffee, Kapuziner und viele mehr? Der Verlängerte ist ein kleiner Brauner oder auch Espresso, welcher mit derselben Menge Wasser verlängert wird. Somit ein Kaffee, wie man ihn hierzulande kennt.

Danach führte uns unser Weg zum Schmetterlingshaus, nahe der Wiener Hofburg. Das Gebäude mit der Glasfassade beherbergt viele Schmetterlingsarten in einem subtropischen Biotop. Vom Ei über die Raupe, die Puppe bis zum ausgewachsenen Falter konnte der Entwicklungszyklus beobachtet werden.

Im Anschluss folgte ein kurzer Besuch der Hofburg. Neben den Räumlichkeiten vermitteln auch die ausgestellten Gewänder und Schmuckstücke einen Einblick in die Zeit, welche wir aus den Filmen des österreichischen Kaiserpaares kennen. Etwas schade fanden wir, dass in der Hofburg zu den Themengebieten verschiedene Museen gehören und für jedes separater Eintritt verlangt wird. Zurück ging es, vorbei an den Museen für Naturkunde und Kunst, zur U-Bahn. Wien war an einem Tag erwartungsgemäß nicht zu schaffen und so freuen wir uns auf einen weiteren Besuch.

Pünktlich zum Sonnenuntergang verließen wir die Kaiserstadt, unter dem neuen Kommando von Zoltan Barbalies und nahmen Kurs auf Esztergom in Ungarn. 210 Flusskilometer lagen vor uns.

Wir beendeten diesen Abend in der Lounge und lauschten der Musik des Bordmusikers Lazi. Zum Tanzen waren wir dann doch schon zu müde.

An dieser Stelle endet  Teil I unserer „Donausonate“. Im Teil II nehmen wir Euch, unter anderem, mit nach Esztergom, Budapest, Bratislava und Melk. Wir klären auch auf, wie ein Grillteller mit einem Bus zusammen hängt. Der Teil II der Donausonate erscheint am kommenden Wochenende.

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Jürgen Scholüke

Anett und Jürgen Scholüke sind seit 2009 das Team madle-fotowelt aus Buxtehude. Ihr Aufgabengebiet liegt im Foto- und Videobereich, unter anderem auch im Kreuzfahrtsektor. Zahlreiche Berichte aus dem Großraum Hamburg sind in den letzten Jahren für Online- und Printmedien entstanden.
Jürgen Scholüke